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Einwanderungsfeindliche Politik führt zu massiven Kosten

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18.12.2025

Die Einwanderung ist zur zentralen Konfliktlinie in der Politik geworden. Nirgends wird dies deutlicher als in den USA und im Vereinigten Königreich, wo die Rhetorik immer absurder wird.

Die grundlegenden wirtschaftlichen Zusammenhänge jedoch sind bemerkenswert einfach. Die meisten hochentwickelten Volkswirtschaften altern rapide, und mit dem demografischen Rückgang geht eine schrumpfende Erwerbsbevölkerung einher.

Auch wenn Automatisierung und Künstliche Intelligenz einige dieser Probleme lindern können, können sie nicht den rasch wachsenden Bedarf an Arbeitskräften in der Gesundheits- und Altenpflege decken oder die Arbeit von Erziehern, Klempnern und zahllosen anderen Berufen erledigen, wo der Mensch nach wie vor unersetzlich ist.

Im Gegensatz dazu gibt es in den Entwicklungsländern ein enormes Arbeitskräfteangebot, aber nicht genug gute Arbeitsplätze, um es zu absorbieren. Allein in Afrika dürfte die Anzahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter im nächsten Vierteljahrhundert um mehr als 600 Millionen steigen. Weltweit liegt die Zahl eher bei einer Milliarde.

Das Ergebnis ist eine chronische Jugendarbeitslosigkeit, die in vielen einkommensschwachen Ländern mit ziemlicher Sicherheit zu politischer Instabilität und zivilen Konflikten führen wird. Verschärft werden diese Belastungen durch den Klimawandel, der die Entwicklungsländer am härtesten treffen dürfte und die Migrationsströme in reichere Länder beschleunigen........

© Handelsblatt