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Geistige Landesverteidigung ist keine Kriegspädagogik

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26.06.2026

Das Bundesheer probte die letzten zehn Tage im Wechselgebiet in einer groß angelegten Übung die Verteidigung im Fall eines Angriffs. Was absurd klingt, werde ein immer realeres Szenario, sind sich Experten einig. Hierzulande glaubt man trotzdem nicht daran, dass ein Krieg drohen könnte. Oder man will es schlicht nicht wahrhaben. Das ist fatal, denn die erste Verteidigungslinie ist nicht die Landesgrenze, sie ist im Kopf. Dort entscheidet sich, ob ein Staat weiß, was ihn bedroht, und was er zu verteidigen bereit ist. Deshalb ist die Debatte über geistige Landesverteidigung so wichtig – und so schwierig.

Wir haben uns in einer bequemen Erzählung eingerichtet: Wir sind neutral, also sind wir sicher. Das war immer schon verkürzt, heute ist das gefährlich. Neutralität ist kein Schutzschirm, der automatisch aufgeht, wenn es ernst wird. Sie muss politisch glaubwürdig, wirtschaftlich abgesichert, zivil vorbereitet und militärisch verteidigungsfähig sein. Sonst ist sie ein schöneres Wort für „Wehrlosigkeit“.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner hat das Thema „geistige Landesverteidigung“ zurecht ganz oben........

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