Freier Fall
Der Anfang vom Ende der PDS-Wahlerfolge begann mit der Unterstützung der SPD-Landesregierung in Sachsen-Anhalt 1994. Opposition? Auf Wahlplakaten. Bereits nach acht Jahren erhielt die Partei bei den Bundestagswahlen weniger als fünf Prozent, nur Gesine Lötzsch und Petra Pau saßen mit Direktmandaten im Bundestag. Die zugewiesene Aufgabe, den Protest gegen den Absturz Ostdeutschlands zu kanalisieren, schien erfüllt. Der Parteiapparat packte nicht nur symbolisch die Koffer. Außerdem hatten etwa fünf Millionen Menschen die Ex-DDR verlassen. Da war niemand mehr, der zu Aufstand neigte. Dann erfand Gerhard Schröder die »Agenda 2010« und Oskar Lafontaine sammelte in SPD und DGB Leute, die von Armut per Gesetz nichts hielten. 2005 landete die Partei bei 8,7 Prozent. Freunde wurden die Regierungssozialisten und die Lafontaine-Truppe nie, erstere behielten die Oberhand.
Auch das BSW bewegt sich wie jede........
