Vier Krankenwagen vor Synagoge in Brand gesteckt
23. März 2026 – 5. Nissan 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
Vier Krankenwagen vor Synagoge in Brand gesteckt
Die Londoner Polizei geht von einem antisemitischen Motiv aus
23.03.2026 10:21 Uhr
Im Londoner Stadtteil Golders Green ist am frühen Montagmorgen ein Brandanschlag auf mehrere Rettungswagen der jüdischen Hilfsorganisation Hatzalah verübt worden.
Gegen 1.36 Uhr wurden in der Highfield Road, auf dem Parkplatz vor der Machzei-Hadass-Synagoge, vier Krankenwagen des Freiwilligendienstes in Brand gesteckt. Der Brandanschlag werde als antisemitisches Hassverbrechen behandelt, sagte die Londoner Polizei. Die umliegenden Häuser seien umgehend evakuiert und die angrenzenden Straßen für den Verkehr gesperrt worden.
Laut Metropolitan Police gab es keine Verletzten. Alle Brände seien schnell gelöscht worden. Die von Anwohnern vernommenen Explosionen stehen laut Polizei vermutlich in Zusammenhang mit geborstenen Sauerstoffflaschen an Bord der Rettungswagen. Auf einem Video ist eine Anwohnerin oder Passantin zu hören, die mehrfach »Feuer, Feuer!« ruft.
»Wir sind noch dabei, das Material der Überwachungskameras auszuwerten, und sind uns der Aufnahmen im Netz bewusst. Wir gehen davon aus, dass wir in dieser frühen Phase nach drei Verdächtigen suchen«, erklärte die Ermittlerin Sarah Jackson. Mögliche Zeugen seien aufgerufen, der Polizei sachdienliche Hinweise zu geben. Die »Met« will nun in dem von vielen Juden bewohnten Stadtteil im Norden Londons verstärkt Präsenz zeigen.
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.
Soziale Netzwerke zulassen
Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.
In den sozialen Netzwerken kursierten am Montag Clips von drei vermummten Männern, von denen einer einen Kanister trug. Mark Gardner vom Community Security Trust, dem Sicherheitsdienst der jüdischen Gemeinde in Großbritannien, sagte der Zeitung »Jewish News«: »Dies weist offensichtliche Parallelen zu den antisemitischen Brandanschlägen auf, die kürzlich in Belgien und den Niederlanden verübt wurden.«
Vor zwei Wochen wurde am Eingang der Synagoge im belgischen Lüttich ein Sprengkörper zur Explosion gebracht. Eine islamistische Gruppierung bekannte sich zu dem Anschlag. Wenige Tage später wurden in den Niederlanden weitere jüdische und andere Ziele angegriffen, offenbar von derselben Gruppierung.
Steckt der Iran hinter dem Terroranschlag von Lüttich?
Ein Bekennervideo, das die Explosion vor der Lütticher Synagoge am frühen Montagmorgen zeigt, deutet auf einen islamistischen Hintergrund der Tat hin
Wieder Brandanschlag auf Synagoge - diesmal in Holland
Erneuter Terrorakt gegen die jüdische Gemeinschaft: Am Freitagmorgen wurde am Eingang des Gotteshauses der jüdischen Gemeinde Rotterdam ein Feuer gelegt
Anschlag auf Synagoge: »Gezielter Gewaltakt gegen die jüdische Gemeinschaft«
Der Täter fährt mit einem Fahrzeug in die Synagoge »Temple Israel«. Dort wird er erschossen, bevor er Gemeindemitglieder ermorden kann
Dean Cohen, der als einer der Ersten am Tatort eintraf, nannte die Szene »absolut schockierend«. Cohen, der auch Mitglied des Gemeinderats von Golders Green ist, sagte demselben Medium, es sei »höchste Zeit, dass die Behörden aufwachen und mehr tun, um diesem grassierenden Hass entgegenzuwirken.«
Premierminister Keir Starmer nannte den Anschlag auf X »zutiefst schockierend« und erklärte: »Meine Gedanken sind bei den Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft, die heute Morgen zu so einer schrecklichen Nachricht aufwachen.«
Die Organisation Hatzalah teilte mit, man sei trotz des Anschlags weiter »voll einsatzfähig« und könne Rettungseinsätze durchführen. Hatzalah ist eine Ende der 1960er Jahre in New York gegründete Freiwilligenorganisation, die bei medizinischen Notfällen die staatlichen Gesundheitsdienste unterstützt. Hatzalah ist vor allem in Gebieten mit größeren orthodoxen jüdischen Gemeinden tätig. mth
Neuer Georg Stefan Troller Preis ehrt Beiträge über jüdisches Leben
Er hat einst das Interview-Format revolutioniert. Ein neuer Journalisten-Preis wird im Namen des im September 2025 gestorbenen Schoa-Überlebenden Georg Stefan Troller ausgeschrieben
»Ich wurde von Idioten entführt«
903 Tage lang war die russisch-israelische Wissenschaftlerin Elizabeth Tsurkov als Geisel in der Gewalt pro-iranischer Terroristen. Dies ist ihre persönliche Feldstudie zur Brutalität autoritärer Regime
von Elizabeth Tsurkov 20.03.2026 Aktualisiert
Zohran Mamdani missbraucht St. Patrick’s Day für Anklage gegen Israel
Elisha Wiesel wirft dem Bürgermeister vor, an dem irischen Feiertag »eine bösartige Ritualmordlegende gegen Juden« verbreitet zu haben, indem er behauptete, sie hätten in Gaza einen »Genozid« begangen
»Die Toleranz gegenüber kontroversen Filmen ist seit dem 7. Oktober gesunken«
Die 11. Ausgabe des jüdischen Filmfestival Yesh! will das Judentum in seiner ganzen Vielfalt und Widersprüchlichkeit zeigen
von Nicole Dreyfus 18.03.2026
»Meine Großmutter war für die Nazis genau so eine Frau«
Die Bildungsministerin begegnet beim Besuch des Holocaust-Museums in Washington der Erinnerung an ihre eigene Familie. Und sie zieht Schlüsse für ihre heutige Aufgabe
Brandanschlag auf Synagoge: Vier Personen festgenommen
Die niederländische Polizei hat am Freitag vier Personen im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf eine Synagoge festgenommen
Explosion an jüdischer Schule
Nach einem nächtlichen Angriff auf eine jüdische Schule betonen Stadt und Regierung: Antisemitismus darf keinen Platz haben. Die Überwachung jüdischer Einrichtungen bleibt verstärkt
Wieder Brandanschlag auf Synagoge - diesmal in Holland
Erneuter Terrorakt gegen die jüdische Gemeinschaft: Am Freitagmorgen wurde am Eingang des Gotteshauses der jüdischen Gemeinde Rotterdam ein Feuer gelegt
Anschlag auf Synagoge: »Gezielter Gewaltakt gegen die jüdische Gemeinschaft«
Der Täter fährt mit einem Fahrzeug in die Synagoge »Temple Israel«. Dort wird er erschossen, bevor er Gemeindemitglieder ermorden kann
+49 30 275833 0 Mo-Do 9-17 Uhr Fr 9-14 Uhrverlag@juedische-allgemeine.deredaktion@juedische-allgemeine.de
© 2026 Jüdische Allgemeine Impressum/Datenschutzerklärung/AGB/Privatsphäre
