Prägend für den Kunsthandel
18. Mai 2026 – 2. Siwan 5786
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Prägend für den Kunsthandel
Die Stadt München brachte in der Liebigstraße ein Erinnerungszeichen für den jüdischen Auktionator Hugo Helbing und seine Familie an
Sein Münchner Auktionshaus zählte Anfang des 20. Jahrhunderts nicht nur zu den bedeutendsten Adressen des Kunsthandels in Deutschland, sondern lockte Sammler aus ganz Europa an die Isar. Trotz alledem ist der Kunsthändler Hugo Helbing heute nahezu vergessen. Nun hat die Landeshauptstadt für den von den Nationalsozialisten ermordeten jüdischen Münchner, seinen Sohn Fritz und dessen Frau Dora in der Liebigstraße 21 ein Erinnerungszeichen angebracht.
Andrea Stadler-Bachmaier als Vorsitzende des Bezirksausschusses Altstadt-Lehel richtete einige kurze Worte an die Versammelten, der Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG), Shmuel Aharon Brodman, trug vor Helbings ehemaligem Arbeits- und Wohnort das El Male Rachamim vor. In Vertretung des Oberbürgermeisters sprach Stadträtin Nimet Gökmenoğlu bei der Gedenkveranstaltung. Mittlerweile hat die Stadt an über 200 Orten in München solche Erinnerungszeichen angebracht.
Die Stadt hat an über 200 Orten in München Erinnerungszeichen angebracht.
Die Stadt hat an über 200 Orten in München Erinnerungszeichen angebracht.
Der 1882 fertiggestellte prächtige Neorenaissance-Bau an der Ecke von Liebig- und Wagmüllerstraße ist heute ein Mietshaus. Als eines der frühen Werke Gabriel von Seidls gehört es selbst zur Münchner Kunstgeschichte.Nachdem Helbing 1900 seine Galerie von der Residenzstraße ins Lehel verlegt hatte, zierte der Schriftzug »Hugo Helbings Kunst-Salons« die Fassade. Bereits der Großvater David Samson Helbing war kaufmännisch tätig gewesen.
Ursprünglich aus Neuburg an der Donau stammend, verkaufte er Uhren in Passau und Salzburg und kam schließlich kurz nach Gründung der Israelitischen Kultusgemeinde........
