Nato-Hilfe gegen den Iran? Jetzt zeigt sich Trumps verzweifelte Lage
Jetzt hat Donald Trump offenbar verstanden, in welche Schwierigkeiten er sich mit dem Iran-Krieg gebracht hat. Der Iran hat mit seinem Zugriff auf die Straße von Hormus eine gefährliche Waffe in der Hand, die der Weltwirtschaft schweren Schaden zufügen kann. Genau deshalb haben Trumps Vorgänger die Idee eines großen Iran-Kriegs immer wieder verworfen. Nun hat die iranische Blockade der Meerenge wie befürchtet weltweit die Ölpreise steigen lassen. Geht der Krieg nicht bald zu Ende, was Trump selbst entscheidet, droht eine ernste Krise der Weltwirtschaft.
Doch eine Marine-Mission, zu der Trump die Nato-Staaten jetzt in erpresserischem Ton drängen will, ist da keine Lösung, nur ein Zeichen seiner Verzweiflung: Der Einsatz wäre militärisch riskant, ohne die Lage wirklich zu entspannen. Der Schiffsverkehr im Persischen Golf bliebe massiv beeinträchtigt, die Ölkrise ginge für unbegrenzte Zeit weiter. Wahrscheinlich müssten am Ende Bodentruppen an der iranischen Küste in Marsch gesetzt werden.
Trump fordert Unterstützung: Die Bundesregierung sollte vorsichtig handeln
Da ist die Bundesregierung gut beraten, höchste Vorsicht walten zu lassen und Trumps Forderungen nach einer Einsatzbeteiligung höflich, aber klar abzulehnen. Natürlich hat Deutschland ein vitales Interesse an offenen Seewegen. Auch wir tragen Verantwortung für die Sicherheit der Handelsschifffahrt. Wenn der Iran-Krieg hoffentlich bald zu Ende ist, könnte auch die Marine der Bundeswehr in der Straße von Hormus gefragt sein, vor allem für die Minenräumung. Aber ein Einsatz während des laufenden Konfliktes gehört nicht zu unseren Pflichten: Deutschland sollte sich nicht in diesen Krieg hineinziehen lassen.
