Trump und Netanjahu wollen an die Wurzel des Problems
Angriff auf Iran : Trump und Netanjahu wollen an die Wurzel des Problems
Amerika und Israel wagen sich an den Sturz des iranischen Regimes. Die jüngsten Erfahrungen mit solchen Interventionen waren allerdings nicht gut. Es stellen sich zwei große Fragen.
Die Rechtfertigung, die Trump für den neuerlichen Angriff auf Iran anführt, ist in einem Punkt nicht überzeugend. „Unmittelbar“ ist die Bedrohung nicht, die für die Vereinigten Staaten von Iran ausgeht. Das gilt auch für Israel. Man kann argumentieren, dass die Bedrohung derzeit sogar so niedrig ist wie seit vielen Jahren nicht mehr.
Das Atom- und das Raketenprogramm des Landes haben Trump und Netanjahu schon im Zwölftagekrieg im vergangenen Juni beschädigt, ersteres angeblich sogar erheblich. Die regionalen Verbündeten des Teheraner Regimes sind ebenfalls stark geschwächt, weder die Hizbullah noch die Hamas sind derzeit zu größeren Angriffen fähig.
Das heißt im Umkehrschluss allerdings nicht, dass gar keine Bedrohung mehr aus Iran besteht, vor allem nicht auf mittlere und lange Sicht. Das Regime wünscht Amerika und Israel erklärtermaßen den Tod, und es hat sein Atomprogramm in der Vergangenheit immer wieder über Grenzen hinausgetrieben, die für eine rein zivile Nutzung nötig wären. Es hat ballistische Raketen, die nicht nur Israel und US-Ziele im Nahen Osten treffen können, wie man gerade wieder sieht, sondern bis nach Europa........
