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Reputation trägt nicht im Skispringen

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07.01.2026

Die Enttäuschungen bei der Vierschanzentournee wiegen für die deutschen Skispringer besonders schwer. Die Olympia-Saison kann trotzdem noch ins Positive kippen. Aber die Zeit drängt.

Die Vierschanzentournee ist kein Wettbewerb wie jeder andere. Sie ist das Schaufenster des Skispringens, jene Bühne, auf der sich Leistung nicht allein in Metern bemisst, sondern in Wahrnehmung. Wer hier fliegt, fliegt vor Millionen. Wer hier scheitert, fällt tief – und sichtbar. Für die Skispringer in Schwarz-Rot-Gold wurde die 74. Auflage der Traditionsveranstaltung genau deshalb zu einem Problemfall.

Dass lediglich Philipp Raimund und Felix Hoffmann halbwegs stabil durch die vergangenen zehn Tage kamen, sagt viel über den Zustand der Mannschaft des Deutschen Skiverbandes (DSV). Der Youngster und der Nobody erfüllten Erwartungen, die erfahrenen Athleten unterliefen sie.

© Frankfurter Allgemeine