Wie der „Stern“ dem Geschäft mit der AfD-Panik entkommen will
AfD und die Medien : Wie der „Stern“ dem Geschäft mit der AfD-Panik entkommen will
Für seine Titelgeschichte über Ulrich Siegmund wurde der „Spiegel“ stark kritisiert. Die Konkurrenz vom „Stern“ hat Mitleid – und versucht nun eine andere Strategie. Aber so ganz vertraut ihr nicht einmal der Chefredakteur.
Zwei Wochen nachdem der „Spiegel“ dem Landtagsabgeordneten Ulrich Siegmund aus Sachsen-Anhalt den Gefallen getan hat, ihn zum Schreckgespenst hochzujazzen, kam nun auch der „Stern“ mit einer AfD-Titelgeschichte an den Kiosk – oder wo auch immer man ihn noch liest. Ungewöhnlich konkret inszeniert das Magazin seine Berichterstattung als Gegenentwurf zur Hysterie, die die Hamburger Kollegen verbreitet hatten. „Die AfD-Falle – Wie Panik die rechtsextreme Partei noch größer macht. Warum es einen selbstbewussten Umgang mit ihr braucht“, heißt es auf dem Cover, und auch die Artikel im Blatt stehen ganz unter dem Motto: Entspannt euch! In einem bemerkenswerten Essay beschreiben Martin Debes, Veit Medick und Jan Rosenkranz die „Untergangslust“ in den Medien, die für die eigenen Effekte blind ist: Sie verleihe der AfD „eine Übermacht, die........
