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Kriegszeiten

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01.03.2026

Trumps Eskalation : Kriegszeiten

Dass viele Amerikaner den Militärschlag gegen Iran nur als neue Eskalation Trumps zur Kenntnis nehmen, heißt nicht, dass die Mehrheit damit einverstanden wäre.

„Trump: Ajatollah Chamenei ist tot“ steht unten auf dem Bildschirm bei MSNBC, ein Foto des iranischen Führers wird eingeblendet. Am Tag des amerikanischen Angriffs auf Iran laufen hinter der Bar in einem Kino in Boston die Bilder ohne Ton. Niemand scheint sich dafür zu interessieren. Später beim Portugiesen in der Vorstadt Woburn drehen sich die Gespräche der in Hörweite sitzenden Gäste um alles Mögliche, nur nicht um den Krieg, den Donald Trump gerade begonnen hat: Schneeschippen, Proteinbedarf, Urlaub auf Hawaii.

Nein, die Amerikaner reden jetzt nicht alle über den Angriff. Aber das lässt noch nicht den Schluss zu, dass sie sich nicht für die außenpolitische Eskalation interessieren oder sie gar mehrheitlich gutheißen würden. In den sozialen Medien zeigt sich das deutlicher, nicht nur an den Diskussionen, die jetzt in Trumps MAGA-Bewegung zwischen Isolationisten, Interventionisten und „Trump wird schon recht........

© Frankfurter Allgemeine