Linnemann muss mehr Markt wagen
Amtsübernahme von Nina Warken : Linnemann muss mehr Markt wagen
Kein Fachmann, aber Vollblutpolitiker und Ökonom: Der neue Gesundheitsminister sollte das System auf Effizienz trimmen.
Neue Besen kehren gut, sagt der Volksmund. Eigentlich klar, denn einen neuen Besen braucht man nur, wenn der alte nichts mehr taugt. Wie sieht es beim Amtswechsel im Bundesgesundheitsministerium aus? Nina Warken ist nicht deshalb abgelöst worden, weil sie schlecht kehrte. Sondern im Gegenteil, weil sie nach Ansicht von Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU) so gut kehrte, dass sie einen noch wichtigeren Platz verdiente: als Kanzleramtsministerin.
Und wie erfolgreich kann ihr Nachfolger Carsten Linnemann sein? Die Startbedingungen sind nicht schlecht. Er hat als CDU-Generalsekretär keine großen Fehler gemacht, gilt als enger Vertrauter des Kanzlers und Parteivorsitzenden und dient diesem als Allzweckwaffe. Mit Begeisterung aber übernimmt er den Job nicht. Linnemann wollte immer Arbeits- und Sozialminister werden, das Gesundheitsressort lag ihm fern. 2025 hielt er sich in einem Fernsehinterview selbst für ungeeignet. Erfahrung hat er in diesem schwierigen Politikfeld tatsächlich nicht.
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Warken lieferte das erste sozialpolitische Großprojekt........
