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Gesundheitsdepartement hat Vertrauen verspielt – jetzt braucht es eine externe Untersuchung

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02.05.2026

Gesundheitsdepartement hat Vertrauen verspielt – jetzt braucht es eine externe Untersuchung

Von Noemi Lea Landolt

Die Abteilung Gesundheit hat nach einem Todesfall in der Psychiatrie ein Aufsichtsverfahren verschleppt. Das Zeichen, das die kantonale Behörde damit sendet, ist fatal. Ein Kommentar.

Die Psychiatrischen Dienste Aargau sind immer wieder mit Kritik konfrontiert: Eine unabhängige externe Untersuchung könnte auch helfen, ungerechtfertigte Vorwürfe zu entkräften.

Die Abteilung Gesundheit ist gesetzlich dazu verpflichtet, Spitäler, Kliniken und im Gesundheitswesen tätige Personen zu beaufsichtigen. Jede und jeder kann der Aufsichtsbehörde jederzeit Missstände melden – schriftlich oder mündlich.

Am 12. August 2024 taten Nicks Eltern genau das. Sie schilderten drei Mitarbeitenden der Abteilung Gesundheit, dass ihr Sohn am 5. Februar 2023 im Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen der Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG) an einer Methadon-Überdosis gestorben war.

Sie erzählten von einem laufenden Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung, von einer behandelnden Ärztin ohne anerkennbares Diplom, die ihrem Sohn Methadon verschrieb und vorher keinen Urintest angeordnet haben soll, um zu klären, ob er überhaupt eine Opioid-Toleranz hatte.

Als Bürgerin oder Bürger darf man erwarten, dass die Aufsichtsbehörde solche Meldungen ernst nimmt und die Vorwürfe sauber abklärt. Im Fall von........

© Aargauer Zeitung