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Die Bundeswehr stolpert. Pistorius bleibt der Held

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Die Bundeswehr stolpert. Pistorius bleibt der Held

02. November 2026 | Oliver Stock

Kampfhubschrauber, die nicht schießen. Fregatten, die nie schwimmen. Funkgeräte, die Milliarden kosten. Der Verteidigungsminister häuft Beschaffungsärger an. Und steht in den Umfragen trotzdem blendend da.

Die Bundeswehr kauft Kampfhubschrauber für 2,5 Milliarden Euro. Sie können fliegen. Aber schießen können sie bis auf weiteres nicht. Die Munition für ihre Bordkanonen ist nicht freigegeben, die Panzerabwehrraketen müssen erst noch erprobt werden. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat damit ein Problem auf dem Schreibtisch. Wieder einmal. 

Der Bundesrechnungshof schlägt jetzt Alarm. In einem vertraulichen Bericht, über den der „Spiegel“ berichtet, werfen die Prüfer dem Verteidigungsministerium schwere Planungsfehler vor. Die Bundeswehr habe den Aufwand unterschätzt, einen ursprünglich zivilen Hubschrauber ,wie den bestellten, in eine kampffähige Militärmaschine umzubauen. Das Projekt befinde sich „auf einem kritischen Pfad“.  

Dabei sollte der Helikopter von Airbus mit der Bezeichnung H145M zeigen, wie schnell Deutschland inzwischen aufrüsten kann. Statt einen neuen Kampfhubschrauber entwickeln zu lassen, bestellte Pistorius 2023 ein bereits verfügbares Modell, das in ziviler Ausführung auch als Rettungshubschrauber eingesetzt wird. Eine scheinbar einfache Lösung. Jetzt zeigt sich, wie kompliziert sie ist. Die 20-Millimeter-Munition der Bordkanone hat ein Sicherheitsproblem. Ihr Anzündhütchen reagiert empfindlich auf elektrostatische Einflüsse. Deshalb fehlt die Freigabe. Wann der Hersteller Abhilfe schafft, ist offen.  

Auch bei den Panzerabwehrraketen hakt es. Ein Test im Jahr 2025 musste wegen Problemen mit der Steuerung abgebrochen werden. Die Raketen sollen ab Ende 2027 geliefert und bis 2029 erprobt werden. Trotzdem plant das Ministerium bereits eine Beschaffung im Wert von rund 384 Millionen Euro. Der Rechnungshof warnt, dass die Waffen ihre Einsatzprüfung möglicherweise nicht bestehen. 

Deutschland hat der NATO zwölf einsatzbereite Hubschrauber bis 2029 und insgesamt 72 bis 2032 zugesagt. Diese Zusage wackelt jetzt. Die Prüfer empfehlen, die geplante Beschaffung weiterer 33 Maschinen auszusetzen, bis die Probleme gelöst sind. Das Ministerium weist die Befürchtung zurück, die NATO-Ziele zu verfehlen. 

Milliardenstreit mit Rechtsanwalt Peter Gauweiler

Es ist nicht der einzige Ärger, der Pistorius'........

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