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Damit alle in Frieden leben

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31.05.2026

„Aus dieser ganz schädlichen Quelle des Indifferentismus erfloss jene absurde und irrige Ansicht oder noch richtiger: der Irrsinn, dass jedem Menschen Gewissensfreiheit zuzugestehen und zu garantieren ist.“ Das schrieb Papst Gregor XVI. 1832 in seiner Enzyklika „Mirari vos“. Und er legte noch nach: „Zu diesem höchst pestilenten Irrtum bereitete jene volle und uneingeschränkte Meinungsfreiheit den Weg, die zum Schaden von Kirche und Staat allüberallhin ausgebreitet wird.“

Irgendwie kann man den Mann ja verstehen. Er blickte auf eine goldene Vergangenheit zurück, in der die Kirche – oft im Verbund mit der Obrigkeit – die absolute und uneingeschränkte Macht hatte. Es tut weh, wenn man die abgeben muss. Zumal, wenn die Andersdenkenden mit Gewalt vorgehen, wie etwa in der Französischen Revolution, als Kirchen geschleift und Ordensleute ermordet wurden. Und wenn man zudem – wie die Kirche – ganz sicher ist, alleiniger Hüter der Wahrheit zu sein.

Gregors Nachfolger Pius IX. (1846–1878) lag auf derselben Linie. Er musste 1848 den Aufstand gegen die........

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