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Der Markt der Handwerkskunst gelingt auch als bunter Treffpunkt

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20.03.2026

Kunsthandwerk jeglicher Couleur bekamen die Besucher des Kunsthandwerkermarkts in Bad Dürrheim am Wochenende geboten. Wie nicht anders gewohnt, nutzten viele das schlechte Wetter, um durch das Haus des Bürgers zu schlendern und später die eine oder andere Errungenschaft mit nach Hause zu nehmen. Dabei gab es viele bekannte Gesichter, die den Weg nach Bad Dürrheim oft und gerne antreten. Aber es fanden auch neue Anbieter Einzug und nutzten die Gelegenheit, ihr Handwerk und die dazugehörigen Erzeugnisse einem breiten Publikum zu präsentieren.

Einer von ihnen ist Jo Maurer aus Bad Saulgau. Er ist Drechsler und das mit Leib und Seele. Seine Kunstwerke, und so muss man jedes einzelne «Produkt» aus seiner Hand bezeichnen, fanden viele Bewunderer und jeder, der sich die Zeit nahm, mit ihm ins Gespräch zu kommen, wurde von seiner Begeisterung regelrecht angesteckt. «Holz lebt und es ist ungeheuer spannend, was am Ende des Entstehungsprozesses herauskommt», betont Maurer. Er spricht beispielsweise über eine Holzschale aus dem Baum der Reneklode. Sie ist besonders dünnwandig gedrechselt und ein falscher Ansatz des Werkzeugs, das freihändig geführt wird, hätte die stundenlange Arbeit zunichtegemacht.

«Alles beginnt mit dem Baum. Man schaut sich die Maserung an, sucht sich ein bestimmtes Stück raus und beginnt mit dem Drechseln des noch nassen Holzes. In verschiedenen, warmen Räumen wird das Kunstwerk dann über Tage und Wochen hinweg getrocknet. «Teilweise dauert dieser Prozess bis zu einem Jahr, damit ich sicher sein kann, dass das Endprodukt beim Kunden auch wirklich trocken ist und sich damit nicht mehr verzieht», erzählt Jo Maurer.

Einem völlig anderen Handwerk geht der 15-jährige Max Luca aus Spaichingen nach. Er produziert mit seinen 3D-Druckern natürlich gedruckte Vasen und Vogelnester. «Ich habe mit acht Jahren meinen ersten 3D-Drucker bekommen und bin seither völlig begeistert davon. Für meine Mutter habe ich die erste Vase designt. Die kam so gut an, dass wir diese mittlerweile an viele Interessenten verkaufen», erzählt Max. Begleitet von seinem Großvater und einem kleinen 3D-Drucker, fungierte sein Stand wahrlich als Besuchermagnet.

Natürlich gab es noch viel mehr auf dem Markt zu erkunden. Schmuck jeglicher Art, Kleidung, Puppen, Blumen und Dekoration. Es gab für jeden Geschmack und für jeden Anlass etwas. Und für die Stärkung zwischendurch oder dann auch später zuhause sogar wunderbar duftende und geschmacklich leckere Kekse aus dem Elsass. In jedem Fall lohnte sich an diesem Wochenende ein Abstecher nach Bad Dürrheim.

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