Neue Landesregierung: Wer wird was unter Cem Özdemir?
Natürlich geht es um Inhalte – beteuern grundsätzlich alle Politiker. Stimmt auch. Aber nicht nur. Posten und Personalien sind bei Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen, wie sie nun in Stuttgart laufen, mindestens ebenso wichtig, kompliziert und heikel. Da geht es um Profile, Parteiinteressen und Proporz. Geschlechterbalance ist wichtig, bei der CDU auch die Verteilung auf die Bezirksverbände. So entsteht am Ende ein kompliziertes Spiel um Karrieren. Klar ist bisher nur eine Personalie: Cem Özdemir (Grüne) soll Ministerpräsident werden. Doch was wird aus den übrigen Granden von Grünen und CDU? Einige unverbindliche – aber fundierte – Spekulationen:
Fraktionschef: Geht Manuel Hagel ins Kabinett, braucht die CDU-Fraktion einen neuen Vorsitzenden. An Interessierten herrscht kein Mangel. Bauministerin Nicole Razavi könnte den Job und wäre als erste Frau im Amt eine Lösung nach Hagels Geschmack. Der Parlamentarische Geschäftsführer Andreas Deuschle läge nahe, gilt aber als weniger interessiert. Außenseiterchancen hat Umweltpolitiker Raimund Haser. Wenn die Anzeichen nicht trügen, bringt sich auch Hagels Vorgänger Wolfgang Reinhart für eine Rückkehr in Stellung. Für Generalsekretär Tobias Vogt käme der Job zu früh. Er hat auch nicht genügend Rückhalt in der Fraktion.
Strobl fehlt Rückhalt in der Fraktion
Alte Recken: In Stuttgart gehen viele davon aus, dass die CDU künftig den Landtagspräsidenten stellt. Ihre Fraktion ist so groß wie die der Grünen. Das Rennen ist offen. Für den Job genannt werden vor allem vier Männer:........
