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Warum die Falklandinseln wieder ins Zentrum der Weltpolitik rücken

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01.05.2026

Inmitten wieder einmal zunehmender Spannungen zwischen Argentinien und dem Vereinigten Königreich gibt die argentinische Vizepräsidentin Victoria Villarruel den Bewohnerinnen und Bewohnern der Falklandinseln einen Rat: „Wenn sie sich als Engländer fühlen, sollen sie in die Tausende von Kilometern entfernte Heimat zurückkehren.“ Villarruel wiederholte obendrein noch einmal das politische Glaubensbekenntnis, das alle politischen Lager in Argentinien eint: „Heute mehr denn je gehören die Falklandinseln zu Argentinien.“ Es ist der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die von den aktuellen geopolitischen Veränderungen und einer WM-Nostalgie angestoßen wird.

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Von Buenos Aires nach Ushuaia, wo schneebedeckte Berge die wunderschöne Kulisse der Militärbasis der argentinischen Marine bilden. In der „südlichsten Stadt der Welt“ – oder wie sie hier werbewirksam sagen: „El fin del mundo“ („Das Ende der Welt“) – könnte das argentinische Militär schon bald Verstärkung bekommen. Zumindest ist das laut Medienspekulationen der Plan der argentinischen Regierung um den libertären Präsidenten Javier Milei. Konkret geht es um den neuen „Atlantik-Schutzschild“, den die USA im Schatten der jüngsten Konflikte mit Venezuela, Kuba und dem Iran mit befreundeten lateinamerikanischen Staaten aufbauen. Dazu zählen Länder wie Chile, Ecuador oder eben auch Argentinien. Wer nicht dabei ist: die Europäer.

Vordergründig soll das neue, vor wenigen Wochen in Miami im Beisein von rund ein Dutzend Staats- und Regierungschefs beschlossene Bündnis dem Kampf und der Abwehr gegen die organisierte Kriminalität und gegen den Drogenhandel dienen. Dass die jüngste Konferenz in Miami auch etwas mit der rund zwölf Flugstunden südlicher gelegenen argentinischen Militärbasis zu tun hat, ahnten die Bewohner von Ushuaia bereits vor ein paar Wochen, als eine Boeing C-40 Clipper mit der Aufschrift „United States of America“ auf dem Flughafen „Ushuaia Malvinas Argentinas“ gelandet war.

Damals ließen die US-Botschaft und die argentinische Regierung wegen tagelanger Spekulationen gleichlautend erklären, an Bord des ursprünglich von der „Joint Base Andrews“ in Maryland gestarteten Fliegers habe sich eine parteiübergreifende Delegation des amerikanischen Energieausschusses befunden.........

© Südkurier