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Backstube, Bildschirm, Business: Wie diese Influencerin ihr Konditorei-Unternehmen neu denkt

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19.03.2026

Zwischen aufgeschlagenem Eiweiß, Buttercreme und frischen Blüten entstehen in einer Backstube in Gottmadingen kleine Kunstwerke, die oft Monate im Voraus verplant sind. Wer dort spontane Leckereien erwartet, steht vor verschlossener Ladentheke: Denn bei Babobaker wird nur auf Bestellung gearbeitet. Hinter dem Namen steckt Anne Blatter-Miredin, 31 Jahre alt, Konditormeisterin, Unternehmerin, Mutter – und längst weit über den Hegau hinaus bekannt.

100.000 Follower - und sofort ausverkauft

Das verdankt Blatter-Miredin nicht nur handwerklichem Können, sondern auch einem Kanal, den klassische Konditoreien lange unterschätzt haben: Instagram. Dort folgen der 31-Jährigen inzwischen mehr als 100.000 Menschen, ihre Videos erreichen regelmäßig ein Millionenpublikum. Viele ihrer Kunden kommen deshalb nicht aus der direkten Nachbarschaft. Ihre Hochzeitstorten werden bis in die Schweiz geliefert, ihre Versandboxen mit Keksen, Macarons und Cakesicles - also Kuchen am Stiel - meist deutschlandweit. Wer ihre Social-Media-Kanäle verfolgt, bekommt dort nicht nur Einblicke in das Konditorenhandwerk, sondern auch in ihren einen Alltag, der zwischen Backstube, Businessplanung, Kind und gesellschaftlichen Themen pendelt.

„Ich hatte Kunden, bevor ich überhaupt angefangen habe“, sagt Blatter-Miredin und beschreibt damit einen ungewöhnlichen Start in die Selbstständigkeit. Während andere Existenzgründer sich zunächst eine Kundschaft aufbauen müssen, war ihre erste Versandaktion in 30 Minuten ausverkauft.

Von Planlosigkeit zur landesbesten Meisterin

Dass sie einmal Konditorin werden würde, war keineswegs vorgezeichnet. Eigentlich habe sie nach dem Abitur zunächst keinen klaren Plan gehabt, erzählt sie. Ihre Eltern hätten Druck gemacht, wie es weitergehen soll, sie selbst sei nach einem Au-pair in London eher........

© Südkurier