Nach Angriffen auf Stromnetz – Suche nach Tätern und Motiv
Nach Angriffen auf das Stromnetz in Südbrandenburg und Nordrhein-Westfalen geht die Suche nach dem Motiv und den Tätern weiter. „Mittlerweile sind wir relativ sicher, dass es viele Parallelen gibt“, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwochabend im ZDF-„heute journal“. Wer hinter den Sabotageakten stecke, sei aber weiter unklar. „Es muss nun sorgfältig ermittelt werden, was ist überhaupt passiert, und dann kann man sich der Frage zuwenden, wer steckt dahinter.“
Zugleich werden die Rufe aus Politik, Gewerkschaften und Verbänden lauter, mehr in den Schutz der kritischen Infrastruktur zu investieren, den Betreibern mehr Rechte zu geben und ein „Backup-System für Notfälle“ im Stromnetz zu erarbeiten.
Noch keine Bekennerschreiben bekannt
Die Ermittlungen liefen weiter in alle Richtungen, hieß es zuvor auch von Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU). In den beiden Fällen, die innerhalb kürzester Zeit erfolgten, liegt bislang kein Bekennerschreiben vor. Reul hatte am Mittwoch gesagt: „Wir prüfen zwei Richtungen: fremdstaatlich gelenkte Sabotage und Linksextremismus.“
Bei mehreren Sabotageaktionen der vergangenen Jahre gehen die Sicherheitsbehörden von linksextremistischen Tätern aus, auch weil teils Bekennerschreiben bekannt wurden, die von den Ermittlern als authentisch eingeschätzt werden. Redmann zufolge ist die Tatausführung in Brandenburg aber anders als bei diesen Fällen. Ebenso wenig gebe es bisher aber einen Hinweis darauf, „dass eine ausländische Macht........
