Starke Frauen, mahnende Stimmen: Eine Stadt erinnert an Bedrohungen der Demokratie
Auf dem Münsterplatz ist einiges los am frühen Nachmittag, Touristen schlendern zum nächsten Eisstand, ein Radfahrer überquert unachtsam den weißen Kreis, den die Omas gegen Rechts sich als Bühne gestaltet haben, dann fährt auch noch ein Foodtruck mittendurch. Davon lassen sich die Omas gegen Rechts nicht irritieren. An diesem Freitag, 2. Oktober, der landesweit als „Lange Nacht der Demokratie“ der ins Straucheln geratenen Staatsform gewidmet ist, hat das Bündnis für Demokratie Konstanz zur Auseinandersetzung mit dem Thema aufgerufen. Und wie man sich einem Thema stellt, das wissen die Seniorinnen, ob mit oder ohne größeres Publikum.
Ihr Theaterstück soll zum Nach- und Mitdenken anregen. Es spielt in der NS-Zeit, springt in die Gegenwart und zeigt eine Szene, in der ein lesbisches Paar von einem jungen Rechten bedrängt und beleidigt wird. Die Akteurinnen wollen mit ihren Zuschauern in Kontakt kommen, letztlich sind es aber eher Frauen aus den eigenen Reihen, die Ideen entwickeln, wie sich Zivilcourage in brenzligen Situationen umsetzen ließe.
Edith Hensch hat sich als Zuschauerin im Hintergrund gehalten: „Ich finde es erschreckend, welchen Zulauf rechte Interessen haben. Die Demokratie........
