Wie gefährlich ist die Asiatische Hornisse? Eine Expertin klärt auf
Die aus Südostasien stammende Asiatische Hornisse kam 2004 über Warentransporte nach Frankreich. Inzwischen findet man sie in mehreren EU-Ländern. Seit ihrem ersten Nachweis 2014 in Waghäusel breitet sie sich rasant in Baden‑Württemberg aus - bis in die Region. Von 2024 auf 2025 stieg die Anzahl der gemeldeten Nester von 1450 um mehr als das Doppelte auf 3317.
Bianca Duventäster, Hornissenfachberaterin im Landkreis Konstanz, Vizepräsidentin im Landesverband Badischer Imker und seit 2023 aktiv beim Runden Tisch Baden-Württemberg zur Asiatischen Hornisse, hat 2025 angefangen, ein Netzwerk zur Nestentfernung aufzubauen, um die Auswirkungen und Gefahren der invasiven Art in Schach zu halten. Wie ordnet sie die Situation ein?
Lebenszyklus der Asiatischen Hornisse
Im Frühjahr erwachen die überwinternden Jungköniginnen aus ihrer Winterstarre und suchen nach einem Ort für den Nestbau. Ihre Anfangsnester befinden sich meist in bis zu zwei Metern Höhe, etwa in Hecken und Sträuchern, unter Dachvorsprüngen, aber auch im Sonnenschirm, unter Möbeln, im Spielhaus oder Schuppen. Diese Nester in der Größe eines Golf- oder Tennisballs werden ausschließlich von der Königin versorgt. Mit dem Schlupf der ersten Arbeiterinnen Mitte Mai wächst auch die Verteidigungsbereitschaft.
Die sogenannten Primärnester sind rund 20 bis 25 Zentimeter groß und beherbergen 200 bis 300 Individuen. Bei Störungen am Nest reagieren die Tiere sehr sensibel und angriffsbereit. Daher sollte die Entfernung nur durch einen geschulten Nestentferner in spezieller........
