Bundespolizistinnen beraten Gewaltopfer: Arzt oder Anzeige?
Seit der Eröffnung der neuen Anlaufstellen für von Gewalt betroffene Frauen am Bahnhof hat die Bundespolizei dort nach Angaben des Bundesinnenministeriums in mehr als 200 Fällen beraten und Unterstützung angeboten. Manchmal geht es für die Opfer anschließend zum Krankenhaus, zur Behandlung oder auch um Spuren einer Vergewaltigung von einem Arzt dokumentieren zu lassen. In anderen Fällen wird ein Platz in einem Frauenhaus gesucht oder mit Hilfe der Landespolizei dafür gesorgt, dass der Täter die gemeinsame Wohnung vorübergehend verlassen muss.
Ob die im Rahmen eines Pilotprojekts geschaffenen Einrichtungen am Kölner Hauptbahnhof und am Berliner Ostbahnhof über September 2027 hinaus betrieben werden, ist nach Auskunft einer Sprecherin des Ministeriums noch offen. Auch zu einer möglichen Eröffnung entsprechender Anlaufstellen an anderen Bahnhöfen steht die Entscheidung noch aus.
Am Hauptbahnhof in Köln, wo die Bundespolizei im Juni neue Räumlichkeiten bezogen hat, führt eine Treppe hoch zu einem etwa elf Quadratmeter großen Raum mit Deko-Elementen, farbigen Wänden und Polstermöbeln in sanftem Grün. Auf einem Beistelltisch steht eine Box mit Papiertaschentüchern. Wenn die Tür geschlossen wird, sind die Geräusche........
