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Historisches Haus unter neuer Führung: Im Maien kehrt wieder Leben ein

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07.04.2026

Das Hotel-Restaurant Maien in Todtmoos hat neue Pächter. Oksana und Alexander Tannert führen den Betrieb seit 1. April. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Pächterwechsel in diesem traditionsreichen Betrieb in der Todtmooser Hauptstraße gegeben. Die neuen Betreiber möchten nun mehr Kontinuität in die Betriebsführung bringen. Hierzu zählen für sie unter anderem geregelte Öffnungszeiten und ein Stammtisch.

100 Gäste finden Platz

Die Lokalität bietet sich für Vereins- und Familienfeiern an. Im Hinblick auf Mitarbeiter sei der Betrieb gut aufgestellt, erklärt Oksana Tannert. Auch schon die nächste Generation der Familie ist unterstützend im Maien tätig und hilft im täglichen Geschäft, so gut es geht, mit. In den verschiedenen Räumlichkeiten finden bis zu 100 Gäste Platz. Das Hotel verfügt über 47 Betten. Im ursprünglichen Teil des Gebäudes befindet sich eine gemütliche Schwarzwälder-Stube mit Holzvertäfelung, welche in dieser Form kaum noch zu finden ist. Die große Freiterrasse bietet einen schönen Blick in das Todtmooser Ortszentrum. Das umfangreiche Speiseangebot ist von der deutschen Küche geprägt. Es finden sich regionale Gerichte sowie Grillspezialitäten und vegetarische Speisen.

Einst Heimat für Fuhrleute

Die jahrhundertealte Geschichte des Traditionshauses ist eng mit dem Geschlecht Thoma aus Bernau verbunden, das viele Jahre im Maien wirkte. Der Name gibt einen Hinweis auf den berühmten Maler Hans Thoma. So findet sich auf der Speisekarte etwa ein Hans Thoma Pfännle, und eine stilvoll eingerichtete Stube mit großem Kachelofen trägt den Namen des Schwarzwälder Künstlers. In einem Schriftstück beschrieb der frühere Rektor der Todtmooser Schule, Hermann Oehler, den Maien als „typischen Gasthof mit Schwarzwälder Charakter, der jedem Todtmoos-Besucher gleich ins Auge fällt“. Einst war der Gasthof eine Herberge für die Fuhrleute, die vom Hotzenwald nach Freiburg fuhren: „Kein Wunder, dass der Maien damals den größten Bierumsatz weit und breit hatte“, schrieb Hermann Oehler. Der bekannteste Wirt war Otto Thoma, der um 1880 lebte. Oehler beschrieb ihn als echtes Original. Der Maien war damals auch bei den Wallfahrern als Herberge und zur Einkehr sehr beliebt.

Zur Eröffnung am 1. April überbrachte Bürgermeister Marcel Schneider die Glückwünsche der Gemeinde. Sabrina Klein und Frieder Maier vom Verein Aktives Todtmoos, sowie die Leiterin der Touristinfo, Katharina Maier, wünschten ebenfalls einen guten Start. Pater Mirko von der katholischen Kirchengemeinde sprach den Segen. Musikalisch gratulierte der Musikverein Todtmoos-Weg. Der Maien ist täglich ab 10 Uhr geöffnet.

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