An den Unbekannten am Bahnhof: Danke, dass Sie mein Kind gerettet haben!
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Ich höre den Schlüssel im Schloss, mein Teenager trampelt rein, schmeißt den Rucksack ab, strahlt wie ein Sonnenaufgang an der Elbe und schreit: „Stell dir vor!“ Es folgt ein atemloser und alterstypisch leicht wirrer Bericht, den ich hier kurz zusammenfasse. Das Kind hatte Tage zuvor sein Handy in der S-Bahn vergessen. Da jedoch seine kluge Mutter das alte Tastenteil mit ihrer eigenen Telefonnummer beschriftet hatte, erreichte uns eine SMS der Deutschen Bahn mit der Information, wann und wo man das Fundstück wieder abholen könne.
Söhnchen war dort also nach der Schule hingefahren, hatte sich in die Schlange gestellt – und sollte dann 15 Euro Abholgebühr zahlen. Hatte er nicht dabei. Daraufhin zückte ein Mann hinter ihm das Portemonnaie, legte 15 Euro auf den Tresen. „Hier, Großer, passt so.“ Echt jetzt? Mein Sohn kramte hektisch in seinen Taschen, fand immerhin fünf Euro und gab sie dem Unbekannten, der daraufhin jubelnd abrauschte: „Danke, davon kauf ich mir jetzt einen Kaffee!“
Das Gefühl der Woche: mehr RAKtivismus!
Lieber Unbekannter im Fundbüro des Bahnhofs Altona, der letzten........
