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Wandel-Gärten: Wichtiger wäre ein Wandel in der Stadtpolitik

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26.09.2026

Wandel-Gärten: Wichtiger wäre ein Wandel in der Stadtpolitik

Wandel-Gärten: Wichtiger wäre ein Wandel in der Stadtpolitik

Oberbürgermeister Daniel Flemm macht sich zu Recht Sorgen über das schwindende Vertrauen der Bürger in den Staat. Dabei gäbe es in Solingen einige Möglichkeiten, das zu ändern, findet Kolumnist Stefan M. Kob.

Liebe Leserinnen und Leser,

als Stadtplaner in Solingen hat man es wirklich nicht leicht. Monatelang überlegt man, wie sich die triste Innenstadt aufhübschen lässt – wahrlich keine einfache Aufgabe. Man entwickelt und verwirft Ideen und fasst schließlich einen Plan: Wenn sich die City nicht so einfach in einen Garten verzaubern lässt, durch den die Besucher entspannt wandeln, dann lässt man eben Gärten durch die City wandeln – zur Erbauung der überraschten Passanten, die sich gleich ein wenig besser fühlen.

Gut, mit bepflanzten mobilen Beeten hatte die Stadt vor vier Jahren schon einmal Schiffbruch erlitten. Holzkübel verrotten schnell. Deshalb kommen die neuen Wandel-Gärten jetzt in Form pink bepinselter Blechtonnen auf Europaletten daher – Metall können wir in der Klingenstadt schließlich besser. Und die schreiende Farbe sorgt dafür, dass die Ölfässer nicht übersehen oder angefahren werden.

50.000 Euro sind kein Pappenstiel

Doch was tut der Solinger, vor allem in den sozialen Medien? Er schimpft, nörgelt und spottet. „Ich habe an eine verunglückte Schulaktion gedacht”, schrieb jemand über das Wunder in Pink. „Wo bleibt die Nachhaltigkeit?” , fragt eine andere. Schließlich endet die Aktion nach wenigen Wochen mit dem Wintereinzug. Andere bedauern die Blumen, die unter wechselnden Wind- und Lichtverhältnissen leiden.

Die meisten wundern sich allerdings über die horrenden Kosten von nahezu 50.000 Euro,........

© Solinger Tageblatt