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Der Blick, der nie blinzelt: Überwachung durch KI-Kameras

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12.09.2026

Der Blick, der nie blinzelt: Überwachung durch KI-Kameras

KI‑gestützte Kameras versprechen Sicherheit, doch sie schaffen vor allem Kontrolle und stellen alles und jeden unter Generalverdacht. Was in den USA bereits zu Stalking, politischer Verfolgung und massiver Datensammlung führte, kommt nun auch nach Deutschland.

„Every breath you take, every move you make… I’ll be watching you.“Sang The Police 1983. Heute singt es die echte Polizei und versucht uns einzureden, dass der Stalker, um den es in dem Lied geht, eigentlich der „good guy“ ist. Doch was ist los? In den USA wurden über die letzten Jahre immer mehr KI-unterstützte Kamerasysteme installiert.

Klar, Videoüberwachung ist nichts Neues, doch durch neue Module und KI-Auswertung sehen wir uns mit einem System konfrontiert, das noch dystopischere Züge annimmt, als das, an was wir uns über die letzten Jahrzehnte schon gewöhnen mussten.

Dystopie made in the USA

In den USA gibt es seit längerem Widerstand gegen die sogenannten Flock-Kameras. Die von der Firma Flock Safety großflächig in den USA installierten Überwachungssysteme sind angeblich nur dafür da, Autokennzeichen zu scannen und mithilfe von Anzeigen nach gestohlenen Fahrzeugen zu fahnden. Hierbei gibt die Firma selbst an, dass die Überwachung anonymisiert erfolgt und Personen nicht dauerhaft beobachtet werden. Allerdings gibt es bereits heute mehrere Fälle und Analysen, die das Gegenteil beweisen und auch offenlegen, dass die Kameras weit mehr können als nur Fahrzeuge und Kennzeichen zu erkennen.

Einer der bekanntesten Fälle ereignete sich in Georgia: Ein Polizeichef nutzte Flock‑Kameras über 600 Mal, um seine Ex‑Partnerin und deren Tochter zu stalken. Er schickte ihnen Nachrichten, in denen er detailliert beschrieb, wo sie sich gerade aufhielten. Ein anderer Polizist aus Texas ließ das System nach „female, had an abortion“ suchen, um damit eine Frau über mehrere Bundesstaaten hinweg mithilfe der Flock-Kameras zu verfolgen, da diese mutmaßlich eine Abtreibung durchführen ließ. Hierfür hat die Systemanfrage auf Aufnahmen von über........

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