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Zwischen Terror und Trauma

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07.10.2026

07. Oktober 2026 – 26. Tischri 5787

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Zwischen Terror und Trauma

Zwischen Terror und Trauma

Eine Reportage von Jan Philipp Burgard auf WELT TV zeigt Israel und seine Menschen drei Jahre nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023

»Spuren eines Albtraums« nennt Jan Philipp Burgard in seiner Reportage die Bilder eines verbrannten Hauses im Kibbuz Nir Oz. Vor drei Jahren, am 7. Oktober 2023, steckten Hamas-Terroristen dieses und weitere Gebäude in Brand und töteten 47 Menschen. Kinder, Alte, Frauen und Männer. »Auch drei Jahre nach dem Massaker ist zu sehen, wie bestialisch die Hamas gemordet hat«, so Burgard.

76 Geiseln wurden aus dem Kibbuz in den Gazastreifen entführt. Einer von ihnen ist der damals 79-jährige Gadi Moses. Er zeigt dem Reporter eine Urkunde der Hamas, die ihm »als zynisches Geschenk« nach 482 Tagen Geiselhaft von der Terrororganisation überreicht wurde. Und Moses nimmt Burgard mit auf die Felder, auf denen Kartoffeln und Erdnüsse angebaut werden. Auf dem Friedhof der Siedlung führt er ihn an das Grab seiner Frau Efrat. Er hatte erst nach seiner Freilassung aus der Geiselhaft erfahren, dass sie bereits am 7. Oktober ums Leben gekommen war.

Dies sind Szenen der 45-minütigen Reportage, die WELT TV am Jahrestag des Hamas-Massakers ausstrahlt. Zum Auftakt der neuen Reihe »Inside Israel« soll gezeigt werden, »wie das Land auch drei Jahre nach dem Massaker kämpfen muss. Gegen den Terror und gegen das eigene Trauma«, so heißt es in einer Presseinformation des Nachrichtensenders.

Langzeitprojekt von mehreren Monaten

Die Dokumentation ist in einem Zeitraum von mehreren Monaten entstanden. »Es ist eine Art Langzeitprojekt«, meint Burgard, der beispielsweise im Juni und jetzt vor zwei Wochen nochmals für die Reportage im Gazastreifen gedreht hat. Er selbst ist seit 2026 als Global Reporter bei Axel Springer in Israel. Aber auch zuvor hat er bereits das Land besucht und stand auch in seiner Zeit in Berlin in Kontakt mit Angehörigen der Geiseln, »weil ich den Eindruck hatte, dass deren Schicksal in der deutschen Medienöffentlichkeit zu wenig berücksichtigt wurde.«

Ihn hat das Thema immer professionell, aber auch persönlich beschäftigt, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Bei der Reportage sei es ihm nun darum gegangen, die Menschen zu zeigen, »die unmittelbar von der geopolitischen Situation betroffen sind«.........

© Juedische Allgemeine