Chatima towa, oder was?
20. September 2026 – 9. Tischri 5787
AboAngebote PrintAngebote E-PaperAbo-Service
AboAngebote PrintAngebote E-PaperAbo-Service
Chatima towa, oder was?
Was von Rosch Haschana über Jom Kippur bis Sukkot die korrekte Grußformel ist
Gerade vor den Hohen Feiertagen rückt die Annäherung zwischen den Menschen wieder bewusst in den Vordergrund. Und deshalb gibt es in der Zeit vor Rosch Haschana bis einschließlich des letzten Tages von Sukkot drei Grußformeln, mit denen wir unsere Nächsten segnen: »Ktiwa wa Chatima towa«, »Chatima towa« und »Gmar Chatima towa«.
Vor Rosch Haschana wünscht man sich »Ktiwa wa Chatima towa« – das bedeutet eine gute Eintragung und Besiegelung. An Rosch Haschana wird über unsere Zukunft entschieden. Wir stellen uns bildlich vor, im Buch des Lebens eingeschrieben zu werden – und dass dieses auch besiegelt werden möge.
Absicht Rosch Haschana ist uns gegeben, um an uns zu arbeiten und unsere Zukunft bewusst zu gestalten. Indem wir uns gegenseitig gute Wünsche entgegenbringen, versuchen wir, das Verhältnis zu unseren Mitmenschen zu verbessern und eventuelle Streitigkeiten aus der Welt zu schaffen, denn nur so erreichen wir eine gute Stimmung. Egal ob sich der Gruß bewahrheiten wird oder nicht: Wichtig ist die Absicht, das gute Wort.
Grüßen kommt im Hebräischen von dem Wort »segnen«. Die Grundlage für den Gruß finden wir im ersten Buch Mose wieder. In Kapitel 24 wird........
