Wie ein Holocaust-Überlebender in Ostfriesland Frieden fand - Doku über die letzten Lebensjahre von Albrecht Weinberg
08. September 2026 – 26. Elul 5786
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Wie ein Holocaust-Überlebender in Ostfriesland Frieden fand - Doku über die letzten Lebensjahre von Albrecht Weinberg
Albrecht Weinberg überlebte den Holocaust und wollte Deutschland für immer den Rücken kehren. Doch zum Ende seines Lebens fand er in seine Heimat Friedland zurück. Ein neuer Dokufilm zeigt seine letzten Jahre
In seiner Jugend verstand sich Albrecht Weinberg (1925-2026) stets als Ostfriese. Er sprach Plattdeutsch, aß Grünkohl und führte mit seiner Familie in einer norddeutschen Kleinstadt ein normales Leben. Sein Vater arbeitete als Schlachter und Viehhändler. Doch die Nazis sprachen dem aus einer jüdischen Familie stammenden Weinberg den Status als Bürger ab. Seine Nachbarn und die lokalen Behörden münzten das in handfeste Taten um. Als Kind wurde Weinberg als »dreckiger Jude« beschimpft und bedroht; man bewarf ihn mit Steinen und verspottete ihn mit antisemitischen Liedern. Einkaufen durfte die Familie nur noch eine Stunde pro Tag, und selbst auf einer Parkbank war ihnen das Sitzen verboten. Einer von vier Überlebenden der Familie
In der Reichspogromnacht im November 1938 verwüsteten SA-Männer die Wohnung seiner Familie, die anschließend zwangsumgesiedelt wurde. Auch eine staatliche Schule durfte der junge Albrecht nicht mehr besuchen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts - Weinberg überlebte Zwangsarbeit, Auschwitz, Bergen-Belsen und etliche Todesmärsche - musste er sich als einer von vier Überlebenden seiner Familie völlig neu orientieren. Rund 40 Angehörige, darunter auch seine Eltern, waren ermordet worden. Für Weinberg kam ein Weiterleben in Deutschland nicht infrage; in den USA baute er sich mit seiner Schwester Friedel ein neues Leben auf.
Erst durch die Krankheit seiner Schwester verschlug es ihn in sein Ursprungsland zurück. Wie er das letzte Jahrzehnt seines Lebens trotz seines hohen Alters konstruktiv verbrachte, erzählt der berührende Dokumentarfilm »Albrecht Weinberg - Es ist immer in meinem Kopf« von........
