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Mendel und Wagner kritisieren Yad-Vashem-Entscheid

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29.05.2026

29. Mai 2026 – 13. Siwan 5786

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Mendel und Wagner kritisieren Yad-Vashem-Entscheid

In Deutschland sollen zwei Niederlassungen der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem entstehen. Der jüdische Wissenschaftler Meron Mendel und der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, sehen das in Teilen kritisch

 29.05.2026 12:14 Uhr

Der jüdische Publizist und Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main, Meron Mendel, wünscht sich eine kritische Diskussion über die in Deutschland geplanten Niederlassungen der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Die in Jerusalem ansässige Forschungs- und Gedenkstätte sei nicht unabhängig, sondern der israelischen Regierung unterstellt, sagte Mendel. Aktuell sei diese Regierung von Rechtsradikalen dominiert. Der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, kritisiert Intransparenz bei der Entscheidung über die Deutschland-Standorte.

Der Erziehungswissenschaftler Mendel äußerte am Freitag im Deutschlandfunk die Sorge, dass die Arbeit von Yad Vashem von der israelischen Regierung beeinflusst wird. Diese habe ein »klares Interesse« an einem Antisemitismusbegriff, der Kritik am Staat Israel als antisemitisch einstuft. Es bestehe die Möglichkeit, dass auch eine der Regierung unterstellte Einrichtung entsprechende Deutungsmuster übernehme. »Es wäre gut, wenn wir kritisch darüber diskutieren«, sagte der Bildungsstätten-Direktor.

Niederlassungen in München und Leipzig

Die Gedenkstätte Yad Vashem hatte am Donnerstag mitgeteilt, zwei........

© Juedische Allgemeine