Film «Vaterland»: Eine Rückkehr, keine Heimkehr
01. September 2026 – 19. Elul 5786
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Film »Vaterland«: Eine Rückkehr, keine Heimkehr
Hanns Zischler und Sandra Hüller glänzen in »Vaterland«, Pawel Pawlikowskis Drama über Thomas Manns Reise durch das geteilte Deutschland 1949
Als Thomas Mann im Sommer 1949 mit seiner Tochter Erika am Steuer in einem schwarzen amerikanischen Straßenkreuzer, einem Buick, vor seinem Hotel in Frankfurt vorfährt, erwartet ihn eine Menschenmenge. Es gibt Applaus, aber auch jede Menge Buhrufe für den damals wohl bekanntesten und durch den Nobelpreis geadelten deutschen Schriftsteller. Es ist Manns erste Reise nach Deutschland, das er 1933 ins Exil verlassen hatte, und er lebt immer noch mit einem Teil seiner Familie in den USA.
Mann wird zum 200. Geburtstag Goethes in der Bundesrepublik den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt erhalten. Dann wird er weiter nach Weimar reisen, um den eigens für ihn geschaffenen Goethe-Nationalpreis entgegenzunehmen. Der Weg führt also in die Sowjetische Besatzungszone (SBZ), eine im Kalten Krieg politisch aufgeladene Situation.
Emigration als Verrat?
Nicht jeder heißt Mann in der Bundesrepublik willkommen, auch in der Pressekonferenz taucht die Frage auf, ob er seine Emigration nicht als Verrat an Deutschland sehe - und was er denn eigentlich als seine Heimat betrachte. Und in der SBZ versucht ihn der Leiter des Kulturbunds Johannes R. Becher für die Politik der späteren DDR zu vereinnahmen. Manns Aufenthalt in Deutschland wird durch die Nachricht erschwert, dass sich sein Sohn Klaus in Cannes umgebracht hat.
»Die Verantwortung war mir bewusst«
Sandra Hüller äußert sich erstmals über ihre Rolle in dem Holocaust-Drama »The Zone of Interest«
Hüller als Erika Mann,........
