Hotel California
Als der „Dude“ in The Big Lebowski bekennt, er hasse die „goddamn fucking Eagles“, ist das mehr als ein Running Gag. Zumindest aus meiner Sicht ist es eine Haltung. Gegen Perfektion. Gegen kalifornische Glätte. Gegen jene Sorte Musik, die so makellos klingt, dass man misstrauisch wird. Und doch steht da dieses Stück aus dem Jahr 1976: „Hotel California“ von den Eagles. Ein Lied, das sich jedem sonstigen Spott entzieht.
Es beginnt nicht mit Angst. Es beginnt mit Müdigkeit. Warme Luft über Asphalt. Der Motor summt, als habe er längst vergessen, warum er überhaupt noch fährt. Dämmerung. Keine Uhrzeit. Ein Zustand. Nicht mehr wach. Noch nicht entschlafen.
„On a dark desert highway …“
„On a dark desert highway …“
Dieses Gitarrenmotiv – weich, leicht exotisch gefärbt. Es ist Einladung. Die Akustische legt den Boden, trocken und staubig. Darüber zieht die Elektrische erste Linien in die Luft, tastend, beinahe höflich.
Noch erscheint nichts Bedrohliches. Nur Weite. Nur dieses vage Versprechen, dass hinter dem nächsten Hügel etwas wartet.
Gefährlich. Geduldig. Gewiss.
Und dann das Licht. Vielleicht steht es in Kalifornien. Vielleicht nicht. Vielleicht dort, wo jegliche Verheißung beginnt, Besitz zu werden. Genau in diesem Moment.
Sie steht im Türrahmen.
„There she........
