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Konservativ ist was bitte?

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13.03.2026

Jörg Phil Friedrich hat in einer Verteidigungsschrift zu Hagels fragwürdiger Aussage über die „rehbraunen Augen“ einer Schülerin etwas gesagt, das mich etwas stutzen ließ:

„Dem so konstruierten Zeitgeist zufolge müssten Politiker moralisch und menschlich überlegene Personen sein, sie sollen Vorbilder sein und durch ihr Vorbild ihre Wähler in eine moralisch bessere Welt führen. Es mag sein, dass Wähler im linken Bereich des politischen Spektrums das sogar bevorzugen. Für das konservative Spektrum dürfte das aber nicht gelten. Sie wollen keine moralisch perfekten Vorbilder und keine Moralapostel, sondern Menschen, die wie sie sind.“

„Dem so konstruierten Zeitgeist zufolge müssten Politiker moralisch und menschlich überlegene Personen sein, sie sollen Vorbilder sein und durch ihr Vorbild ihre Wähler in eine moralisch bessere Welt führen. Es mag sein, dass Wähler im linken Bereich des politischen Spektrums das sogar bevorzugen. Für das konservative Spektrum dürfte das aber nicht gelten. Sie wollen keine moralisch perfekten Vorbilder und keine Moralapostel, sondern Menschen, die wie sie sind.“

Das klingt mir nicht nur etwas spekulativ, sondern zumindest erklärungsbedürftig. Denn:

Seit wann steht „konservativ“ nicht für „moralisch(e) … Vorbilder“, dass man das ohne weitere Erklärung und logische Zwischenbrücken als allseits bekannt niederschreiben kann?

Ist es nicht so, dass „konservativ“ – zumindest vor einigen Jahrzehnten noch – gerade die Heimat aller Moralapostel war? Die naserümpfende Gouvernante, die Honoratioren, die sich über lange Haare und........

© Die Kolumnisten