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Aus dem Amt gemobbt?: Diese Erzählung zum Bas-Rücktritt wäre zu einfach

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Es war zuviel. Bärbel Bas ist von ihren Ämtern als Arbeitsministerin und SPD-Vorsitzende zurückgetreten. Die Tochter ihres Ehemannes, den sie bereits 2020 verloren hat, ist verstorben. Bas braucht Zeit für ihre Trauer und sieht sich nicht in der Lage, ihre Ämter so auszufüllen, wie es notwendig ist. Daraus zieht sie die Konsequenz. Das verdient Respekt. Bärbel Bas ist zu wünschen, dass sie zur Ruhe kommt und verarbeiten kann, einen geliebten Menschen verloren zu haben.

Angesichts des Rückzugs geht es nun um Grundsatzfragen: Ist die Spitzenpolitik als Geschäft nicht nur hart, sondern zu hart? Wie viel Zeit kann und darf sich eine Ministerin nehmen, um einen persönlichen Schicksalsschlag zu bewältigen? Und wie muss oder sollte ein Koalitionspartner in dieser Zeit mit ihr umgehen?

Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat am Montag seine Sorge in Worte gefasst, dass der Politik die Menschen verloren gehen könnten, die feinfühlig, empathisch und ehrlich sind. Es sei das Playbook der Rechten, dafür zu sorgen, dass die demokratischen Kräfte sich untereinander zerlegten. „Die Verletzungen müssen größer werden, die Gräben müssen tiefer werden,........

© Der Tagesspiegel