Neue Enthüllungen über den 7. Oktober: Für Benjamin Netanjahu wird es immer enger
Wenn es ums Austeilen gegen den politischen Gegner geht, gibt Benjamin Netanjahu alles. Da wird lautstark geschimpft, gewettert und gedroht. Seine Rede vor einigen Tagen bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen war eine einzige Attacke, die seine Kontrahenten daheim und in der Welt treffen sollte.
Doch sobald es darum geht, Verantwortung zu übernehmen oder Schuld einzugestehen, streitet der israelische Premier eigenes Fehlverhalten ab. Falsch handeln, die Gefahr nicht erkennen – das passiert nur den anderen.
Christian Böhme leitet das Ressort Internationale Politik. Er findet, Netanjahu muss sich endlich seiner Verantwortung für den 7. Oktober stellen. Das ist er ist Israel schuldig.
Diese ebenso selbstherrliche wie sich selbst entlastende Haltung kommt bei keinem anderen Thema so sehr zum Tragen, wie bei der Frage: Hätte das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 verhindert werden können? Wer hat versagt beim Schutz der Menschen, die am „schwarzen Schabbat“ von den Terroristen regelrecht abgeschlachtet wurden?
Kein Retter der Nation
Die Antwort – das scheint mit jeder Enthüllung immer deutlicher zu werden – lautet: Netanjahu trägt zumindest zu einem nicht unbeträchtlichen Teil Mitverantwortung. Auch wenn er das leugnet. Für ihn sind die Vorwürfe Teil einer „linken“........
