Trotz aller Krisenmeldungen: Es gibt sie noch, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft dieser Stadt
Es wäre einfach, dieser Tage in Schwermut zu versinken. Der Sommer ist vorbei, die Tage werden kürzer, die Nachrichten immer düsterer. VW streicht Stellen und stellt auf Rüstung um, die Motoren der deutschen Wirtschaft laufen schon lange nicht mehr rund.
Und die Pisa-Ergebnisse deuten nicht darauf hin, dass dieses Land seine Bildungskrise in den nächsten Jahren überwinden kann. War da nicht mal so etwas wie der Herbst der Reformen angedacht? Es kam der Herbst von Sachsen-Anhalt.
Woher soll sie noch kommen, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft?
Anke Myrrhe ist stellvertretende Chefredakteurin des Tagesspiegels und Autorin des preisgekrönten Berlin-Newsletters „Checkpoint“. Sie ist Gastgeberin der „Checkpoint-Revue“ sowie regelmäßige Kommentatorin der politischen Lage auf Radioeins.
Ein ähnliches Bild in Berlin: Die Stadt versinkt in Dreck, Drogen und Dummheit, ein kaputtgesparter öffentlicher Nahverkehr, und eine Studie belegt erstmals, wie schlimm Gewalt und Mobbing an den Schulen wirklich sind. Antisemitismus wird wieder salonfähig, nicht nur in Neukölln. Zum Glück wird Pisa nicht regional erhoben. Die Berliner Ergebnisse will man sich nicht ausmalen.
In einer Woche wird auch hier gewählt, der Stadt stehen lähmende Wochen der Sondierungen bevor, nach denen es sehr........
