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„Hat nichts mit Migration zu tun“ – Jan van Aken und der Streit um die Kriminalstatistik

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12.03.2026

Fast zwei Stunden spricht der Vorsitzende der Linkspartei, Jan van Aken, im Podcast „Ben Ungeskriptet“. Es geht um seinen Weg vom Biologen in die Politik, um die Kritik, Milliardär zu sein; um die AfD und die Strategie von Friedrich Merz. Doch am Ende landet das Gespräch bei den Themen, die seit 2015 die deutsche Innenpolitik prägen und die Sozialen Netzwerke unaufhörlich pulsieren lassen: Migration und Gewaltkriminalität. Zu einigen Aussagen von van Aken bat die Berliner Zeitung um Stellungnahme, etwa zu seiner Einschätzung, Deutschlands Grenzen seien „zu“.

In der Passage gegen Ende des Gesprächs formuliert van Aken zu den Themen, die die Gesellschaft spalten und bewegen, eine klare Position: Kriminalität, auch Gruppenvergewaltigungen, habe „gar nichts mit Migration zu tun“, meint der Linken-Politiker. Die Berliner Zeitung hat zentrale Aussagen dieses Abschnitts überprüft und mit offiziellen Statistiken abgeglichen.

Das Spannendste bleibt unbeantwortet

Die Redaktion fragte unter anderem nach, was van Aken mit seiner Aussage meinte, Deutschlands Grenzen seien „zu“. Im Wortlaut hieß es, mit Bezug auf das Thema Migration: “Jetzt, wo die Grenzen zu sind, kommen Leute und gehen natürlich nicht mehr.“ Van Aken meinte, vor den geschlossenen Grenzen gingen die Menschen auch immer mal wieder. Seine Frau habe schließlich in dem Bereich „lange Zeit“ gearbeitet, so van Aken.

Außerdem wollte die Berliner Zeitung wissen, was er mit dem Begriff „illegale“ Menschen meint. Im  Wortlaut sagte er, die Menschen kämen hierher, „weil es bei ihnen vor Ort überhaupt keine Perspektive gibt. (...) Weil, wenn du illegal hierher kommst, wie lebst du denn hier?“ - eine Reaktion auf die Frage des Moderator, dass Flüchtlinge nicht zwingend vor Krieg, sondern vor schlechten, wirtschaftlichen Verhältnissen leben.

Im diesem Zusammenhang meinte van Aken, dass seiner Ansicht nach hierzulande jene Menschen „unter dem Mindestlohn“ arbeiten. Entsprechend die Nachfrage, welche Bereiche er konkret damit meine. Mit Blick auf das weitere Gespräch hat die Redaktion zum Fachkräftemangel nachgehakt: Unterscheidet van Aken noch zwischen klassischen Einwanderern und Geflüchteten?

Zudem ging es um die Debatte über Gruppenvergewaltigungen – ob mit Blick auf die Statistiken der Herkunft, das kulturelle Sozialisationsmuster bei einzelnen Tätern vielleicht nicht doch eine Rolle spielen dürfte.

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Mehrere dieser Fragen blieben vorerst unbeantwortet

Tatsächlich sehe man einige Fragen nicht „im direkten Zusammenhang mit dem Gesagten“ von Jan van Aken über die Pressestelle der........

© Berliner Zeitung