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Sieg gegen Leverkusen: 1. FC Union Berlin hat den Ernst der Lage erkannt

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21.02.2026

Spätestens in der Schlussphase war das Spiel nach vorne den Fans des 1. FC Union Berlin nicht mehr wichtig. Hätte der eine oder andere Zuschauer den Kopf geschüttelt, als Derrick Köhn eine Flanke von links einfach verweigerte und den Ball lieber noch einmal hinten rum spielte, so war das zwei Minuten vor Abpfiff der Partie gegen Bayer 04 Leverkusen genau die richtige Aktion. Mit 1:0 lagen die Unioner zu diesem Zeitpunkt seit etwas mehr als einer Stunde in Führung und wollten diesen knappen Vorsprung nun einfach nur noch über die Zeit bringen.

Jede Klärungsaktion, jedes Halten des Balls in den eigenen Reihen sowie jeder Pass, der ins Aus ging und etwas Zeit von der Uhr nahm, wurde lautstark bejubelt. Nach zuletzt sieben sieglosen Spielen war die Lust auf einen Sieg spürbar groß und nach sieben Minuten Nachspielzeit auch endlich Gewissheit. Durch einen Treffer von Rani Khedira feierte der 1. FC Union Berlin den ersten Sieg im Jahr 2026 und verbesserte sich in der Tabelle auf Platz neun.

Innerhalb weniger Wochen wird es für Union wieder knapp

Aber: Gerade einmal gut einen Monat war es her, da sah die Welt in Köpenick ähnlich gut aus. Die Punkte aus den Unentschieden gegen den 1. FSV Mainz 05, FC Augsburg und den VfB Stuttgart fühlten sich wie kleine Siege an, hatten sie doch dafür gesorgt, dass der Vorsprung auf den Relegationsplatz auf elf Zähler angewachsen war.

Das Thema Abstieg hatte man auch deshalb weit aus den Gedanken verbannt, weil sich zwischen den neuntplatzierten Unionern........

© Berliner Zeitung