Diddl ist wieder da!

Ich hab’ neulich in einem meiner alten Tagebücher geblättert. Für meinen heutigen Geschmack: quietschpink, ein bisschen zu glänzend, vorn drauf die Diddl-Maus – mein persönlicher Garant dafür, dass hier drin nur wirklich Wichtiges steht. Ich hätte das Tagebuch noch ewig ignoriert, wenn nicht eine Kollegin im Büro diesen Satz fallen gelassen hätte: Die Diddl-Maus ist zurück.

Gut, dass ich mein Diddl-Tagebuch aufgehoben habe …

Doch warum kommt Diddl nach so vielen Jahren zurück? Sicherlich nicht, weil wir alle kollektiv beschlossen haben, wieder 13 zu sein. Vielleicht, weil uns in diesen digital geprägten Zeiten der Knuddel-Faktor fehlt? Das Kuschelige, Niedliche? Das Beständige? Kommt Diddl zurück, weil gerade alles online sowie offline schnell gereizt ist? Und weil es plötzlich wohltuend ist, wenn etwas einfach nur „cute“ sein will? Diddl will keine Hektik, keine Grundsatzdebatten, keine Extreme: Die Maus will einfach nur lieb sein.

Nostalgie als Geschäftsmodell? Klar. Aber ich glaube, wenn man Diddl nur als „Marketing mit Glitzer aus der guten alten Zeit“ abstempelt, verpasst man, warum das Comeback punktgenau sitzt.

Denn die Maus in Latzhose und mit den großen Füßen feiert eine Rückkehr mit Ansage. In Frankreich und in der französischsprachigen Region Belgiens liegen seit Anfang........

© Wiener Zeitung