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Oh, Du mein Österreich

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25.10.2021

Österreich, die Musiknation par excellence, leistet sich den Luxus von gleich vier Nationalhymnen: Deutschland wurde Joseph Haydns Melodie des Kaiserlieds spendiert, eine Melodie von Franz von Suppé verarbeitete der Militärkapellmeister Ferdinand Preis zum Marsch "Oh Du mein Österreich" der Donauwalzer markiert jeden Jahreswechsel im Land und dann gibt es noch die "original" Bundeshymne, die sogar Gesetzesstatus (BGBl. I Nr. 127/2011) genießt. In der Bundeshymne heißt es in der zweiten Textzeile erst seit dem 1. Jänner 2012 "Heimat großer Töchter und Söhne". Die Rechts-Außen-Parteien FPÖ und BZÖ hatten in trauter Eintracht mit der "Kronen Zeitung" die Modernisierung der Hymne als "Genderklamauk" abgetan und den zeitgemäßen Text jahrelang blockiert.
Mutig in die neuen Zeiten ist die zweite Republik zuletzt weniger geschritten.

Thomas Seifert ist stellvertretender Chefredakteur der "Wiener Zeitung".

Dabei hatte sich Mut in der Vergangenheit stets gelohnt: 1955 war endlich der........

© Wiener Zeitung


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