Iran: Mit einem Enthauptungsschlag ist es nicht getan

Der Tod von Ali Chamenei markiert eine Zäsur, doch das iranische Regime bleibt durch Machtstrukturen und Nachfolger wie Mojtaba Chamenei bestehen.

Viele Iranerinnen und Iraner feiern Chameneis Tod, lehnen jedoch die Zerstörung ihres Landes durch ausländische Angriffe ab.

Internationale Reaktionen ignorieren völkerrechtliche Bedenken, während das eigentliche Machtgefüge und die Repression im Iran fortbestehen.

Chamenei wurde am ersten Tag des Angriffs in Teheran getötet.

36 Jahre an der Macht, verantwortlich für Zehntausende Tote

Mojtaba Chamenei soll laut NYT Nachfolger werden

Übergangsrat aus Präsident, Justizminister und Geistlichem führt interimistisch

Der Tod von Ali Chamenei markiert eine Zäsur, doch das iranische Regime bleibt durch Machtstrukturen und Nachfolger wie Mojtaba Chamenei bestehen.

Viele Iranerinnen und Iraner feiern Chameneis Tod, lehnen jedoch die Zerstörung ihres Landes durch ausländische Angriffe ab.

Internationale Reaktionen ignorieren völkerrechtliche Bedenken, während das eigentliche Machtgefüge und die Repression im Iran fortbestehen.

Chamenei wurde am ersten Tag des Angriffs in Teheran getötet.

36 Jahre an der Macht, verantwortlich für Zehntausende Tote

Mojtaba Chamenei soll laut NYT Nachfolger werden

Übergangsrat aus Präsident, Justizminister und Geistlichem führt interimistisch

In der persischen Mythologie gibt es einen Bösewicht, den alle Menschen im Iran kennen: Zahhak. Eine Figur aus dem Nationalepos „Shahnameh“, dem Buch der Könige des Dichters Firdosi. Zahhak symbolisiert den Prototyp des Tyrannen. Er verfällt dem Bösen, das ihn in Gestalt seines devoten Kochs auf die Schultern küsst, wo ihm zwei Schlangen entwachsen, vor denen sich Zahhak nur schützen kann, wenn er sie von nun an mit den Gehirnen junger Männer füttert.

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Im Laufe der Zeit wurde die Geschichte rund um den „Schlangenkönig“ mehr als eine Legende. Es ist unschwer zu erkennen, wen die Iraner:innen heute als Zahhak ihrer Zeit empfunden haben: den obersten Revolutionsführer Ali Chamenei, einen machthungrigen Tyrannen, der die Jugend seines Landes über drei Jahrzehnte lang für seine eigenen Ziele geopfert hat.

Jetzt ist er tot. Gleich am ersten Tag des israelisch-amerikanischen Angriffs getötet, in seinem Bürokomplex mitten in Teheran im Kreise des engsten Machtzirkels und seiner Familie. Ungläubig reagierten viele Iraner:innen – im In- wie im Ausland – auf die Nachricht. Ist Zahhak wirklich tot? Oder war es nur ein Doppelgänger? 36 Jahre lang war er an der Macht, hat Anschläge, Kriege und Proteste überlebt, und jetzt soll er weg sein? Erst als um fünf Uhr morgens am nächsten Tag in Teheran ein sichtlich um Tränen bemühter Fernsehmoderator im Staatsfernsehen seinen Tod bekannt gab, konnten es auch die Letzten glauben: Chamenei ist tatsächlich tot.

Die Freude über........

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