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Schildläuse in den roten Gummibärchen

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08.10.2026

Rote Gummibärchen enthalten oft den Farbstoff Karmin, der aus weiblichen Cochenilleschildläusen gewonnen wird.

Glänzende Äpfel und andere Lebensmittel können mit Schellack überzogen sein, der von Lackschildläusen stammt.

Sowohl Karmin als auch Schellack sind nicht vegetarisch, weshalb sie zunehmend durch pflanzliche oder synthetische Alternativen ersetzt werden.

Farbstoff E120 (Karmin) wird aus getrockneten Cochenilleschildläusen gewonnen

Für 50 g Karmin werden 1 kg (60.000–100.000) Läuse benötigt

Ein rotes Gummibärchen enthält bis zu 0,5 mg Karmin (ca. 0,5–0,75 Schildläuse)

Schellack (E904) stammt von Lackschildläusen, 50 g benötigen ca. 15.000 Läuse

Rote Gummibärchen enthalten oft den Farbstoff Karmin, der aus weiblichen Cochenilleschildläusen gewonnen wird.

Glänzende Äpfel und andere Lebensmittel können mit Schellack überzogen sein, der von Lackschildläusen stammt.

Sowohl Karmin als auch Schellack sind nicht vegetarisch, weshalb sie zunehmend durch pflanzliche oder synthetische Alternativen ersetzt werden.

Farbstoff E120 (Karmin) wird aus getrockneten Cochenilleschildläusen gewonnen

Für 50 g Karmin werden 1 kg (60.000–100.000) Läuse benötigt

Ein rotes Gummibärchen enthält bis zu 0,5 mg Karmin (ca. 0,5–0,75 Schildläuse)

Schellack (E904) stammt von Lackschildläusen, 50 g benötigen ca. 15.000 Läuse

Ich sitze vor dem Laptop und müsste eigentlich diese Kolumne schreiben. Aber ich habe keine Idee und finde keinen Anfang, verwerfe ein Wort nach dem anderen, noch bevor ich es hinschreibe, und greife ganz nebenbei immer wieder in das Sackerl neben mir: Es ist gefüllt mit bunten Gummibärchen, die immer weniger werden, während die Worte auf meinem Bildschirm nur zögerlich mehr werden.

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Am liebsten mag ich die roten – bis mir beim Prokrastinieren und Gummibärchen-Googeln bewusstwird, dass ich mir mit den roten auch Schildläuse in den Mund stecke. Denn auf der Verpackung ist der Farbstoff E120 aufgelistet: Er steht für echtes Karmin und wird aus den befruchteten und getrockneten Weibchen der Cochenilleschildlaus (Dactylopius cacti) hergestellt, die auch Scharlachschildlaus genannt wird. Konkret sind es die Eier der trächtigen Läuse, in denen der Farbstoff steckt.

Mein Gusto auf Gummibärchen ist nun einmal gestillt, und ich schiebe das Sackerl ein Stück weiter von mir weg – dafür fesselt mich jetzt die Recherche zu dieser Kolumne. Die Weibchen der Cochenilleschildlaus sehen aus wie geriffelte, grauschwarze Marienkäfer. Im Unterschied zu diesen haben sie aber keine Flügel und saugen sich am liebsten auf Kakteen, zum Beispiel der Gattung Opuntia, fest. Ursprünglich kommen sie aus Südamerika.

Getrocknet und gekocht

Aber wie wird aus den Schildläusen ein Farbstoff? Dafür werden sie getrocknet, gemahlen und in Wasser mit Schwefelsäure ausgekocht, lese ich auf chemie.de, einem Fachportal für die Chemie-Branche. Dann kommen Kalk und Alaun dazu, ein sogenanntes Doppelsalz, die dafür sorgen, dass das Karmin ausflockt und separiert werden kann. Nach dem Trocknen bleibt es als tiefrotes Pulver jahrelang haltbar und kann diversen........

© Wiener Zeitung