Wärmster Fluss von Österreich – made by KI
Österreich hat Durst. Seit Jahresbeginn ist in weiten Teilen des Landes um bis zu 50 Prozent weniger Regen gefallen als im langjährigen Mittel, im Osten war es seit 1885 nicht mehr so trocken. Es fehlt an Regen für die Landwirtschaft, Viehfutter muss international angekauft werden. In einigen Flüssen ist inzwischen so wenig Wasser, dass Schiffe nicht fahren können. Ungarn hat sein Atomkraftwerk Paks komplett heruntergefahren, weil nicht mehr genügend Kühlwasser der Donau entnommen werden kann. Wir spielen da grad Apokalypse, merkt ihr schon, oder?
Kennst du schon?: Das ist nicht normal
Der Hydrologe Günter Blöschl spricht in einem Interview davon, dass wir bei der Trinkwasserversorgung „am Rande einer Ausnahmesituation“ stehen. Gemeinden rufen zum Wassersparen auf. Man soll die Rasensprenger nicht aufdrehen, kürzer duschen, das Auto nicht waschen, Pools nicht befüllen.
Und während wir also alle brav den Wasserhahn beim Zähneputzen zudrehen, entsteht im oberösterreichischen Kronstorf gerade ein Bauwerk, das genau das tut, was man uns verbietet: Es säuft.
Ein Fluss, der schon vorher zu warm war
Google baut an der Enns auf 50 Hektar sein erstes Rechenzentrum in Österreich, unter anderem, um KI-Modelle zu trainieren – eines der größten in Europa, errichtet ausgerechnet auf einem der fruchtbarsten Äcker des Landes. Spatenstich war im April, Landeshauptmann Thomas Stelzer ließ zur Feier einen „Googlehupf“ backen. Wie witzig! Und wie immer hieß es, es sei ein „starkes Signal für den Standort“. Nur auf eine hat man beim fröhlichen Googlehupf-Essen vergessen: Die Enns.
Denn für die Kühlung dieses neuen Rechenzentrums darf Google bis zu 200 Liter pro Sekunde aus dem Uferbereich der Enns entnehmen. Das Wasser, das sich natürlich erwärmt, wenn es durch die Anlagen gepumpt wird, fließt dann zurück in den Fluss – laut Bescheid bis zu 5,8 Millionen Liter täglich. Und die Pointe: Es darf bis zu 30 Grad haben. Fische leiden jetzt schon ständig unter dem zu warmen Wasser, bei 30 Grad sind sie einfach nur noch tot.
In dem Rechenzentrum sollen 70 bis 100 dauerhafte Arbeitsplätze entstehen, und sehr wahrscheinlich werden das nicht........
