Bitter ist das Piratenleben
Sie sind wieder da: Piraten, die mit ihren Booten die Gewässer vor Somalia und der jemenitischen Küste unsicher machen, Tanker und Containerschiffe kapern und von den Reedereien Lösegelder in Millionenhöhe erpressen. Nachdem die Überfälle in den vergangenen Jahren zurückgegangen waren, haben sie zuletzt wieder stark zugenommen.
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Die Ursachen dafür sind vielfältig. Da sind zunächst die aktuellen politisch-militärischen Unsicherheiten in Nahost, insbesondere der Krieg der USA und Israels gegen den Iran, die zur Umleitung der Schifffahrtsrouten entlang des Horns von Afrika geführt haben. Dazu kommt, dass die somalische Regierung, die durch einen Bürgerkrieg mit Islamisten geschwächt ist, nicht wie erhofft die Kontrolle über das Land festigen konnte und der Piraterie wenig entgegensetzt.
Ausgehungert und unter Drogen
Einen weiteren wichtigen Grund für die Überfälle kennt der ehemalige Chefmaschinist Danijel. Der Kroate hat jahrelang auf verschiedenen Frachtern gearbeitet und das Piratenunwesen aus unmittelbarer Nähe erlebt, wie er der WZ erzählt. „Das sind ursprünglich friedliche Fischer“, sagt er, „denen durch internationale Fangflotten die Lebensgrundlage entzogen wurde.“ Die Piraten hätten ihm in erster Linie........
