Die vergoldete Hochwasserwiese in Leobersdorf
Für die „Mayerwiese“ interessierte sich jahrelang niemand. Schmetterlinge flattern über das Gras, der Verkehr der Südautobahn rauscht und die Triesting plätschert vorbei. Tritt sie über die Ufer, steht die Mayerwiese unter Wasser. Deshalb herrscht hier Bauverbot. Das soll sich bald ändern.
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Profitieren wird ein gewisser Christian Mayer. Ihm gehört die Wiese. Mayer war bis vor wenigen Monaten Gemeinderat der Liste Zukunft Leobersdorf, der Partei des Bürgermeisters. Der Deal, den Mayer machen konnte, ist ein Glücksgriff. Er wird ihm jede Menge Steuergeld in die Brieftasche spülen – und die Gemeindekasse belasten.
Eingefädelt hat ihn der Bürgermeister selbst. Auf das Wohl seiner Gemeinde dürfte der Ortschef dabei nicht geschaut haben. Sein Plan ist skurril: Die Gemeinde soll das Grundstück erst umwidmen und dann um einen entsprechend höheren Preis kaufen. So weit, so gut. Doch Mayer hat die Wiese erst Ende 2024 vom örtlichen Wasserverband zu einem günstigen Preis erworben. Der Chef dort: Bürgermeister Ramharter, 64 Jahre, groß im Immobiliengeschäft.
Der Bürgermeister von Leobersdorf bedient also einen Parteifreund mit günstigem kommunalem Grund, um ihn dann teuer von der Gemeinde wieder ankaufen zu lassen? Ein Schildbürgerstreich? Oder Geschäftemacherei auf dem Rücken der Bürger?
Bürgermeister mit umstrittenen Immo-Deals
Mit Skrupel vor fragwürdigen Geschäften hat sich Ramharter in der Vergangenheit nicht besonders hervorgetan: Er hat die Wiese eines ehemaligen Frauen-KZs gekauft und um 16,5 Millionen Euro weiterverkauft – Falter und WZ haben darüber 2024 berichtet. Jetzt wird auf dem Fundament des NS-Tatorts ein Gewerbepark mit riesiger Kühlhalle gebaut.........
