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Europas Tierschutz-Baustellen

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23.05.2026

Die EU-Tierschutzregeln vor allem zu Tiertransporten und Haltung gelten als veraltet. Sie werden aber politisch nur langsam reformiert.

Verbesserungen wie Verbote, Einschränkungen oder strengere Kennzeichnung scheitern oft an Lobbyismus und wirtschaftlichen Interessen.

In mehreren Bereichen gab es bereits Versuche, die EU-Gesetzgebung zu verändern oder zu vereinheitliche. Sie sind aber gescheitert.

Rinder, Schafe, Ziegen: bis zu 14 Std. Transport, 1 Std. Pause, dann 14 Std. weiter, dann 24 Std. Pause, dann wieder das Ganze von dorn

83% der EU-Bürger:innen wollen kürzere Lebendtiertransportzeiten (Eurostat)

84% der EU-Bevölkerung wollen bessere Haltungsbedingungen für Nutztiere

In Österreich ist Käfighaltung von Hühnern verboten, EU-weit nicht

17 EU-Staaten, darunter Österreich, haben Pelztierzucht bereits verboten

Die EU-Tierschutzregeln vor allem zu Tiertransporten und Haltung gelten als veraltet. Sie werden aber politisch nur langsam reformiert.

Verbesserungen wie Verbote, Einschränkungen oder strengere Kennzeichnung scheitern oft an Lobbyismus und wirtschaftlichen Interessen.

In mehreren Bereichen gab es bereits Versuche, die EU-Gesetzgebung zu verändern oder zu vereinheitliche. Sie sind aber gescheitert.

Rinder, Schafe, Ziegen: bis zu 14 Std. Transport, 1 Std. Pause, dann 14 Std. weiter, dann 24 Std. Pause, dann wieder das Ganze von dorn

83% der EU-Bürger:innen wollen kürzere Lebendtiertransportzeiten (Eurostat)

84% der EU-Bevölkerung wollen bessere Haltungsbedingungen für Nutztiere

In Österreich ist Käfighaltung von Hühnern verboten, EU-weit nicht

17 EU-Staaten, darunter Österreich, haben Pelztierzucht bereits verboten

Gut Ding will Weile haben, sagt der Volksmund. Gerade im europäischen Tierschutz geht es mit Verbesserungen aber oft viel zu langsam voran. Die EU hat hier mehrere dringende Baustellen, allen voran Tiertransporte und Haltung.

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14-1-14-24-14-1-14-… Die Zahlenreihe ließe sich theoretisch endlos fortsetzen und bedeutet: Rinder, Schafe und Ziegen dürfen in der EU im Lkw bis zu 14 Stunden am Stück transportiert werden, dann brauchen sie eine Stunde Pause, dann geht es 14 Stunden weiter, und nach 24 Stunden Pause darf das Ganze von vorne losgehen. Bei Schweinen sind sogar 24 Stunden durchgehender Transport erlaubt, wenn sie ständigen Zugang zu Wasser haben. Übrigens dürfen bereits zehn Tage alte Kälber auf stundenlange Transporte geschickt werden.

Dank der aktuellen Regeln können zum Beispiel trächtige Jungkühe aus dem Alpenraum, die ab 20 Grad in Hitzestress kommen, ins 6.000 Kilometer entfernte Usbekistan gekarrt werden, wo sie 40 Grad heißen Steppen- oder Wüstensommern ausgesetzt sind. Oder sie landen in Nordafrika, wo sie unter anderem ohne Betäubung geschächtet werden (bei dieser rituellen Schlachtung blutet das Tier langsam aus). Theoretisch gilt die EU-Tierschutzverordnung bis zum Zielort, auch wenn dieser weit außerhalb Europas liegt. De facto kommt aber irgendwann auf der Strecke der Punkt, wo zum Beispiel keine EU-konformen Raststationen vorhanden sind. Und außerhalb der EU kann EU-Recht nicht wirklich durchgesetzt werden. Ein eigenes Kapitel sind die oft desolaten Tiertransportschiffe: Diese gelten als schwimmende Ställe und haben gar keine Fahrzeitlimits.

Die WZ hat schon einmal über Kälbertransporte........

© Wiener Zeitung