„Gaza ist eine Stadt der Ratten“ |
Die Lebensbedingungen in Gaza sind katastrophal: zerstörte Infrastruktur, Überbevölkerung, Mangel an Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung.
Politische Blockaden verhindern ausreichende Hilfslieferungen; viele Menschen leiden an Unterernährung und behandelbaren Krankheiten.
Marcus Bachmann und Nour berichten von gravierenden humanitären Missständen, Gewalt, Rattenplagen und psychischem Druck durch ständige Bedrohung.
Über 800 Tote und mehr als 2.000 Verletzte seit Waffenstillstand laut UN
2,2 Millionen Menschen leben in Gaza, über 80 % unter humanitärem Mindeststandard
13 Personen teilen sich in Gaza-Stadt drei Zimmer, ein Bad und eine Küche
Über 220 Journalist:innen seit Kriegsbeginn getötet, mindestens 70 bei der Arbeit
Die Lebensbedingungen in Gaza sind katastrophal: zerstörte Infrastruktur, Überbevölkerung, Mangel an Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung.
Politische Blockaden verhindern ausreichende Hilfslieferungen; viele Menschen leiden an Unterernährung und behandelbaren Krankheiten.
Marcus Bachmann und Nour berichten von gravierenden humanitären Missständen, Gewalt, Rattenplagen und psychischem Druck durch ständige Bedrohung.
Über 800 Tote und mehr als 2.000 Verletzte seit Waffenstillstand laut UN
2,2 Millionen Menschen leben in Gaza, über 80 % unter humanitärem Mindeststandard
13 Personen teilen sich in Gaza-Stadt drei Zimmer, ein Bad und eine Küche
Über 220 Journalist:innen seit Kriegsbeginn getötet, mindestens 70 bei der Arbeit
„Ich habe vier Söhne im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren – ein einziges Chaos!“ Mohammed lächelt. Vor dem Waffenstillstand im Oktober 2025 verbrachten sie die meiste Zeit zuhause: „Niemand schickte seine Kinder mehr in die Schule. Es wurde überall bombardiert.“ Heute gibt es in Gaza-Stadt an drei Tagen pro Woche wieder Unterricht.
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Mohammeds Wohnung wurde im Krieg zerstört. Jetzt teilt er sich mit der Familie seines Bruders ein zweigeschossiges Apartment. Das ist nicht selbstverständlich: Im zerbombten Gazastreifen ist Wohnraum rar und teuer. Dank seines Jobs bei einer UN-Organisation kann er sich die Miete leisten. Doch auch das ist nur ein Provisorium.
700 Meter nördlich des Apartments verläuft die sogenannte Gelbe Linie, die den Gazastreifen teilt. Das Gebiet zwischen der israelischen Grenze und der Gelben Linie, also der Norden, Süden und Osten des Landstrichs, wird von der israelischen Armee kontrolliert. Der Rest – etwas weniger als die Hälfte Gazas – steht unter Kontrolle der Hamas. Die Gelbe Linie ist nicht statisch. Sie verschiebt sich immer weiter Richtung Westen ans Mittelmeer. In dieser ständig schrumpfenden Enklave drängen sich rund 2,2 Millionen Palästinenser:innen.
Weil durch den massiven Beschuss des Gazastreifens die meisten Schulen zerstört wurden, findet der Unterricht in Notunterkünften statt. Die dort untergebrachten Familien müssen tagsüber weichen. Dann werden aus Paletten Sitzreihen für die Schüler aufgebaut. Neben Mathematik und Arabisch gibt es auch psychosoziale Betreuung. Mohammed weiß, dass drei Unterrichtstage pro Woche nicht ausreichen: „Ich habe eine Lehrerin engagiert, sie kommt zu uns und unterrichtet meine Kinder an den schulfreien Tagen.“
Platzmangel und Aggressionen
Mariams Familie........