Erstes Gehalt und schon investieren? |
„Wenn sorgsam umgehst du mit allen Dingen und dazu auch noch sparsam bist, dann wirst du’s bald zu etwas bringen, weil Sparefroh dein Helfer ist.“ Mit diesem Werbeslogan einer Bankengruppe Österreichs und ihrem Maskottchen Sparefroh, dem kleinen Männchen mit der Münze im Bauch, haben viele Generationen einen finanziell bewussten Umgang fast schon in die Wiege gelegt bekommen. Während das Sparen als Kind Spaß gemacht hat – dank der rasselnden Münzen im Sparschwein und des Geschenks am Weltspartag – wird es, je älter man wird, von Freude zur Notwendigkeit. Und man soll ja nicht nur sparen, sondern auch investieren.
Zwischen Zinsen, Inflation, Fonds, Versicherungen und Brokern verliert man allerdings schnell den Überblick. Doch wer zum Kopf-in-den-Sand-Stecken tendiert, kann finanzielle Selbstbestimmung verlieren, vor allem, wenn es um die Zukunft geht. Schon allein aufgrund der Tatsache, dass die Bevölkerung immer älter wird, kann man sich nicht mehr nur auf die staatliche Pension verlassen. Und auch, wenn wir in der Gegenwart vielleicht nicht aktiv vom Sparen profitieren – die Zukunft kann ganz anders ausschauen.
Durchschnittlich werden in Österreich 11,7 Prozent des verfügbaren Einkommens auf die Seite gelegt, wie eine Erhebung der Wirtschaftskammer Österreich aus dem Jahr 2024 zeigt. Laut Statistik Austria lag der Durchschnitt in der Eurozone zur selben Zeit bei 8,3 Prozent. 2019 – also vor der Corona-Pandemie – wurden in Österreich 7,2 Prozent gespart, im Jahr darauf 13,6, was den höchsten Wert seit 1995 darstellt. 2022 wurde es mit 9,1 Prozent wieder weniger. Am wenigsten gespart wurde im Jahr 2017 mit 7,1 Prozent.
Wie wichtig den Österreicher:innen Sparen grundsätzlich ist, zeigt eine Umfrage der Erste Bank aus dem Jahr 2025. 80 Prozent der Befragten gaben demnach an, Sparen wichtig oder sehr wichtig zu finden – bei der Generation Z waren es sogar 85 Prozent. Außerdem verspürt mehr als die Hälfte der Österreicher:innen Sicherheit, was ihre finanzielle Zukunft betrifft, wie das Eurobarometer von 2022 zeigt: Mit 56 Prozent liegt Österreich über dem europäischen Durchschnitt von 45 Prozent.
Dennoch sind 16 Prozent der alleinlebenden Pensionisten und 32 Prozent der alleinlebenden Pensionistinnen von Altersarmut betroffen, so die Zahlen der Statistik Austria von 2024. Dass Frauen so viel stärker betroffen sind als Männer, kann mehrere Gründe haben: Sie übernehmen unbezahlte und zeitaufwändige Care-Arbeit, erhalten schlechtere Gehälter und auch das verzögerte Wiedereintreten in den Beruf nach der Geburt der Kinder, die Tendenz zur Teilzeitbeschäftigung und eine niedrigere........