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Portischs Plädoyer für ein journalistisches Weltkulturerbe

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13.04.2021

Was für ein Kontinuum: Als die "Wiener Zeitung" - am 8. August 1703 - erstmals erschien (damals noch unter dem Namen "Wiennerisches Diarium"), ist die Medienwelt noch ganz am Beginn einer beispiellos revolutionären Entwicklung gestanden: Zunächst noch winzig in Umfang ("im Gebetsbüchelformat") und Stärke, noch ohne Schlagzeilen und Bilder – und nur zweimal wöchentlich in kaum mehr als 1.000 Exemplaren erschienen, so lief sie mit "kaiserlichem Privileg" (einer zunächst immer zeitlich begrenzten Konzession) über die hölzernen Pressen.

Prinz Eugen führte das Habsburgerreich eben durch den Spanischen Erbfolgekrieg, die Lage war also mehr als heikel, und doch versprach die Redaktion schon in der ersten Ausgabe "alles Denkwürdige" zu vermelden: aus Wien, aus dem Reich und "auß der ganzen Welt" – und........

© Wiener Zeitung


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