Die neue Kriminalitätslage: Weniger Einbruch, mehr Gewalt |
Die Eigentumskriminalität ist in den letzten zehn Jahren deutlich zurückgegangen, insbesondere Wohnungseinbrüche haben sich halbiert.
Die Gewaltkriminalität hat ein 25-Jahres-Hoch erreicht, wobei Messer als Tatwaffe dominieren und die Aufklärungsquote hoch ist.
Steigende Zahlen bei Jugendkriminalität und Sozialleistungsbetrug sind vor allem auf verstärkte Kontrollen und Ermittlungen zurückzuführen.
2025: 538.656 Straftaten angezeigt, 53,6 % Aufklärungsquote
Eigentumsdelikte 2025: 163.685 Anzeigen, -1 % zu 2024, -30 % seit 2016
Gewaltkriminalität 2025: 88.133 Fälle, höchster Wert seit 25 Jahren
74 Mordopfer 2025, erstmals mehr männliche (40) als weibliche (34) Opfer
Die Eigentumskriminalität ist in den letzten zehn Jahren deutlich zurückgegangen, insbesondere Wohnungseinbrüche haben sich halbiert.
Die Gewaltkriminalität hat ein 25-Jahres-Hoch erreicht, wobei Messer als Tatwaffe dominieren und die Aufklärungsquote hoch ist.
Steigende Zahlen bei Jugendkriminalität und Sozialleistungsbetrug sind vor allem auf verstärkte Kontrollen und Ermittlungen zurückzuführen.
2025: 538.656 Straftaten angezeigt, 53,6 % Aufklärungsquote
Eigentumsdelikte 2025: 163.685 Anzeigen, -1 % zu 2024, -30 % seit 2016
Gewaltkriminalität 2025: 88.133 Fälle, höchster Wert seit 25 Jahren
74 Mordopfer 2025, erstmals mehr männliche (40) als weibliche (34) Opfer
Vergangene Woche waren Osterferien, und ich unterstelle einmal, dass Nachrichten aus jener Woche urlaubsbedingt an dem einen oder anderen vorbeigegangen sind. Was schade ist, denn Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) und das Bundeskriminalamt haben in der Karwoche die Polizeiliche Anzeigenstatistik 2025 präsentiert, und die ist bekanntlich ziemlich wichtig – es ist der schnellste, umfassendste Überblick, wie sich die Kriminalität in Österreich entwickelt hat.
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Bevor wir in medias res gehen, kurz ein Wort der Warnung: Die Anzeigenstatistik ist eben das, eine Zählung der Anzeigen innerhalb eines Jahres und der strafrechtlichen Einstufung, die die Polizei zu diesen Anzeigen vorgenommen hat (plus einer ersten Plausibilitätsschätzung). Diese Statistik lässt ungefähr darauf schließen, wie sich die Kriminalität in Österreich entwickelt, wenn man davon ausgeht, dass die meisten echten Straftaten auch angezeigt werden. Bereiche, in denen es eine hohe Dunkelziffer gibt (traditionell etwa bei Sexualdelikten), werden wahrscheinlich auch in dieser Statistik nur eingeschränkt dargestellt. Umgekehrt kommen Delikte, die besonders präsent in der Öffentlichkeit sind – sagen wir, die Kriminalität unter Jugendlichen – tendenziell öfter vor als in vergleichbaren Jahren davor, weil mit Präsenz auch die Bereitschaft steigt, solche Delikte anzuzeigen.
Und wer die ganze Geschichte erzählen will – etwa, wie sich die Kriminalität einzelner Delikte entwickelt hat oder wie häufig Fremde bestimmter Nationalität welcher Straftat verdächtigt werden – muss ohnehin auf den Sicherheitsbericht warten, der mehrere Jahre hinterherhinkt. Der letzte veröffentlichte Sicherheitsbericht stammt aus 2023.
Das gesagt habend: Schauen wir uns an, wie sich die Anzeigen entwickelt haben.
Über eine halbe Millionen Anzeigen
Die Schlagzeile ist schnell erzählt: 538.656 Straftaten haben Polizei und Bundeskriminalamt im Vorjahr zur Anzeige gebracht. Das sind 0,8 Prozent mehr als 2024 – also ziemlich exakt das Niveau, auf dem die Gesamtkriminalität in Österreich seit 2023 stagniert. Geklärt wurden davon 53,6 Prozent, ein leichter Anstieg um 0,6 Prozentpunkte. Beides klingt nach kleiner Bewegung, und für die........